Lebensdaten
1829 bis 1900
Geburtsort
Monschau
Sterbeort
Straßburg
Beruf/Funktion
Mathematiker
Konfession
keine Angabe
Normdaten
GND: 118520679 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Christoffel, Elwin Bruno
  • Christoffel, Elwin
  • Christoffel, Elwin Bruno
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Zitierweise

Christoffel, Elwin, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd118520679.html [18.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Franz Carl (1798–1832), S des Carl Jos., beide Kammstricker, u. der Anna Maria van Wersch aus Brandenburg;
    M Maria Helena (1797–1858), T des Arnold Engels u. der Maria Helena Ubach; ledig.

  • Leben

    Christoffel studierte an der Universität Berlin, wo P. G. Lejeune-Dirichlet, Karl Wilhelm Borchardt|und Jak. Steiner seine Lehrer waren; besonders Dirichlet hat ihn als künftigen Forscher und eindrucksvollen Dozenten geformt. Nachdem er sich in einem damals nicht üblichen Maß auch mit Physik und Chemie beschäftigt hatte, promovierte er 1856. Stille Jahre in der Einsamkeit seiner Heimat festigten und verstärkten seine Neigung zur Abschließung gegen andere. Die Eigenart seiner urwüchsigen, ganz selbständigen Persönlichkeit hat Wilhelm Windelband eindrucksvoll geschildert. Christoffel habilitierte sich 1859 in Berlin, ging 1862 an das Polytechnikum nach Zürich, war 1869 bis 1872 an der Gewerbe-Akademie in Berlin (einem Zweig der späteren TH) tätig und wirkte schließlich seit 1872 als einer der ersten Professoren an der neu gegründeten Universität Straßburg. - Christoffel gehört zu den wenigen Mathematikern seiner Zeit, die sich schon früh mit den genialen Ideen Bernhard Riemanns intensiv bekannt machten. Für die allgemeine Relativitätstheorie sind die von ihm in die Riemannsche Geometrie eingeführten Dreizeiger-Symbole und der Riemann-Christoffelsche Krümmungstensor von grundlegender Bedeutung geworden. Auch seine funktionentheoretischen Arbeiten entstammen diesem neuen Geiste. Später arbeitete er über algebraische Funktionen mit nachhaltigem Einfluß. Potentialtheorie, Invariantentheorie und besonders die Frage der Äquivalenz quadratischer Formen, schließlich die Flächentheorie sind von ihm gefördert worden.

  • Werke

    u. a. De motu permanenti electricitatis in corporibus homogeneis, Diss. Berlin 1856;
    Ges. math. Abhh., hrsg. v. L. Maurer, 2 Bde., 1910 (W-Verz., P).

  • Literatur

    C. F. Geiser-L. Maurer, in: Math. Ann. 54, 1901, S. 329-41 (abgedr. in: Ges. Abhh., s. W);
    W. Windelband, ebenda, S. 341-46 (W);
    BJ V (Tl. 1900, L);
    Pogg. III-V (W).

  • Autor/in

    Wilhelm Süß
  • Empfohlene Zitierweise

    Süss, Wilhelm, "Christoffel, Elwin" in: Neue Deutsche Biographie 3 (1957), S. 241 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd118520679.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA