Lebensdaten
1822 bis 1899
Geburtsort
Himmelmert bei Plettenberg (Westfalen)
Sterbeort
Elberfeld
Beruf/Funktion
Lehrer ; Sektierer ; Begründer des deutschen Darbysmus ; Übersetzer der Elberfelder Bibel
Konfession
evangelisch,Sektierer,Darbyst
Normdaten
GND: 118515594 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Brockhaus, Carl Friedrich Wilhelm
  • Brockhaus, Carl
  • Brockhaus, Carl Friedrich Wilhelm

Quellen(nachweise)

Verknüpfungen

Verknüpfungen auf die Person andernorts

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Zitierweise

Brockhaus, Carl, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd118515594.html [12.12.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Friedrich Wilhelm, Lehrer;
    M Cath. Wilh. Kraft;
    1848 Emilie Löwen (1829–1911) aus Breckenfeld bei Hagen; 13 K.

  • Leben

    B. wuchs in bescheidenen Verhältnissen unter zehn Geschwistern auf. Sein Vater bereitete ihn selbst auf den Lehrerberuf vor. 1840-42 besuchte er das Lehrerseminar in Soest. Als Lehrer in Breckenfeld erlebte er 1845 seine „Bekehrung“. Seitdem ging es ihm um christliche Entschiedenheit. 1848 kam er als Hauptlehrer nach Elberfeld und suchte nach missionarischer Wirksamkeit. Als 1850 der „Evangelische Brüderverein“ begründet wurde, gab er seinen Beruf auf, um die Geschäftsführung des Vereins zu übernehmen, die ihm ein weites Tätigkeitsfeld als Prediger und Schriftsteller eröffnete. Nachdem er darbystische Gedanken in sich aufgenommen hatte, mußte er sich 1852 vom Brüderverein trennen. Seitdem warb B. auf weiten Reisen für die „Versammlung“ der Darbysten. Er ist auch als der eigentliche Begründer des deutschen Darbysmus anzusehen, der durch ihn ein eigenes Gepräge erhielt. Seine große Begabung ließ ihn mit J. N. Darby u. a. eine eigene Bibelübersetzung, die sog. „Elberfelder Bibel“ (1854-71) schaffen. Außerdem schrieb er biblische Auslegungen und Traktate und dichtete 63 geistliche Lieder, die z. T. sein Bruder Wilhelm vertonte. Seine Schriften erschienen, wie die meisten darbystischen Schriften anonym. Viele seiner Aufsätze finden sich in der von ihm herausgegebenen Zeitschrift „Botschafter des Heils in Christo“. Weiteste Verbreitung fand seine Schrift „Alles in Christo“ (111934).

  • Literatur

    F. Koch, Der Ev. Brüderver. 1850-1900, 1900;
    P. v. Gebhardt, Gesch. d. Fam. B., 1928;
    E. Eylenstein, C. B., Ein Btr. z. Gesch. d. Entstehung d. Darbysmus in Dtld., in: Zs. f. Kirchengesch. 46, 1928, S. 275 ff.;
    H. Hermes, H. H. Grafe u. seine Zeit, 1933 (P);
    RGG.

  • Autor/in

    Robert Stupperich
  • Empfohlene Zitierweise

    Stupperich, Robert, "Brockhaus, Carl" in: Neue Deutsche Biographie 2 (1955), S. 627 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd118515594.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA