Lebensdaten
1835 bis 1903
Geburtsort
Lichtendorf bei Hörde (Westfalen)
Sterbeort
Berlin
Beruf/Funktion
Tiermediziner
Konfession
evangelisch?
Normdaten
GND: 117637041 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Dieckerhoff, Friedrich Julius Heinrich Wilhelm
  • Dieckerhoff, Wilhelm
  • Dieckerhoff, Friedrich Julius Heinrich Wilhelm
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Zitierweise

Dieckerhoff, Wilhelm, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd117637041.html [15.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    Aus alter westfälischer Bauernfamilie;
    V Joh. Frdr. Wilh. (1807–74), Bauer in Lichtendorf, S des Joh. Casp. Wilh. Schwabe (nimmt den Namen s. Frau an) u. der Joh. Isabella Friederike Dieckerhoff;
    M Henriette Vogt (1810–94);
    Laura Schulte-Böringhausen;
    3 T.

  • Leben

    D. studierte 1853-57 an der Tierarzneischule in Berlin und war dann 12 Jahre lang in der tierärztlichen Praxis in Bochum tätig. 1870 wurde er von seinem Lehrer A. Ch. Gerlach an die Tierärztliche Hochschule in Berlin berufen und übernahm nach dessen Tode 1877 als Professor die größte Pferdeklinik Deutschlands, 1884 als Direktor die interne Abteilung. 1888 Dr. med. honoris causa der Universität Greifswald, 1897 Geheimer Regierungsrat.

    D. gehört zu den Tierärzten, denen die bedeutende Fortentwicklung der tierärztlichen Hochschulen und des tierärztlichen Standes zu verdanken ist. Er war ein Meister der Diagnostik. Seine spezielle Pathologie und Therapie und seine gerichtliche Veterinärmedizin haben heute noch mehr als geschichtlichen Wert. Die Entwicklung der subkutanen, intrachealen und intravenösen Anwendungsmethode in der Veterinärmedizin ist sein Werk.

  • Werke

    u. a. Die Gesch. d. Rinderpest u. ihrer Lit., 1890;
    Gerichtl. Tierarzneikde., 31902;
    Lehrb. d spez. Pathol. u. Therapie, 21903.

  • Literatur

    R. Schmaltz, in: Berliner Tierärztl. Wschr., Jg. 1903, S. 803-06 (P);
    BJ VIII (Tl. 1903, L).

  • Autor/in

    Wilhelm Pschorr
  • Empfohlene Zitierweise

    Pschorr, Wilhelm, "Dieckerhoff, Wilhelm" in: Neue Deutsche Biographie 3 (1957), S. 636 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd117637041.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA