Lebensdaten
1843 bis 1896
Geburtsort
Elbing
Sterbeort
Berlin
Beruf/Funktion
Arzt
Konfession
keine Angabe
Normdaten
GND: 117572721 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Wernich, Albrecht Ludwig Agathon
  • Wernich, A.
  • Wernich, Agathon
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Quellen(nachweise)

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Zitierweise

Wernich, Albrecht Ludwig Agathon, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd117572721.html [19.11.2018].

CC0

  • Leben

    Wernich: Albrecht Ludwig Agathon W., zuletzt Medicinalbeamter in Berlin, geboren am 15. Juli 1843 zu Elbing, genoß seine medicinische Ausbildung in Königsberg (v. Recklinghausen, Leyden, Spiegelberg) bis 1867, dem Jahre der Promotion. Auf einer Studienreise nach Prag, München, Leipzig, Berlin legte er in Berlin 1868 die Approbationsprüfung ab und ließ sich als Assistenzarzt am dortigen Elisabeth-Krankenhause nieder. Aus dem deutsch-französischen Feldzuge zurückgekehrt, habilitirte er sich an der Berliner Universität für Geburtshülfe und Gynäkologie und folgte 1874 einem Rufe für dieses Fach und innere Klinik an die japanische medicinischchirurgische Akademie in Tokio (Yeddo). Schon auf der Heimreise (1877) wandte er sich epidemiologischen und hygienischen Forschungen zu, habilitirte sich zum zweiten Male in Berlin für specielle Pathologie und Therapie und war die nächsten vier Jahre vorwiegend lehrend und schriftstellerisch thätig. 1881 wurde er zum Bezirksphysicus in Berlin ernannt, 1884 als Regierungs- und Medicinalrath nach Köslin, 1891 in gleicher Eigenschaft an das Polizeipräsidium von Berlin versetzt, wo er am 19. Mai 1896 an Diabetes starb. W. gehört zu den rührigsten und um die Hygiene und Epidemiographie wohlverdientesten deutschen Medicinalbeamten. Von seinen Leistungen geben die Titel der nachfolgenden monographischen Publicationen ein Bild: „Einige Versuchsreihen über das Mutterkorn“ (Berlin 1874); „Geographisch-medicinische Studien nach den Erlebnissen einer Reise um die Erde" (ebd. 1878); „Klinische Untersuchungen über die japanische Varietät der Beriberi-Krankheit" (ebd. 1878 und Virchow's Archiv); „Die Entwicklung der organisirten Krankheitsgifte" (ebd. 1880); „Die Medicin der Gegenwart“ (ebd. 1881); „Desinfectionslehre“ (Wien und Leipzig 1880; 2. Aufl. 1882); „Der Abdominaltyphus, Untersuchungen über sein Wesen, seine Tödtlichkeit und seine Bekämpfung“ (Berlin 1882); „Generalbericht über das Sanitäts- und Medicinalwesen Berlins“ (ebd. 1883), später „des Regierungsbezirks Köslin“ (Kolberg 1887); „Lehrbuch für Heildiener“ (1884; 2. Aufl. 1887); „Zusammenstellung der giltigen Medicinalgesetze Preußens“ (Berlin 1887). Auch hat er das von A. Hirsch herausgegebene „Biographische Lexikon“ bis zum Buchstaben F redigirt.

    • Literatur

      Vgl. Biographisches Lexikon, herausgegeben von J. Pagel, S. 1888.

  • Autor/in

    Pagel.
  • Empfohlene Zitierweise

    Pagel, Julius Leopold, "Wernich, Albrecht Ludwig Agathon" in: Allgemeine Deutsche Biographie 55 (1910), S. 53 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd117572721.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA