Lebensdaten
1859 bis 1946
Geburtsort
Lüneburg
Sterbeort
Aue (Erzgebirge)
Beruf/Funktion
Elektrotechniker ; Physiker
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 117548324 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Görges, Johannes Friedrich Heinrich
  • Görges, Hans
  • Görges, Johannes Friedrich Heinrich

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Zitierweise

Görges, Hans, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd117548324.html [14.12.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Chrstn. Wilh. Ferd. (1803–93), 1. Pastor an St. Michaelis u. Senior Ministerii in L., S d. Chrstn. Wilh. ( 1816), Prof. u. Insp. d. Ritterak. in L., u. d. Carolina Sophia Charl. Selig;
    M Marie (1816–74), T d. Eibzöllners u. Etatsrats Phil. Frdr. Meyer in Lauenburg u. d. Sophie Eleonore Meyer;
    Ov Adolph Goering ( 1906), Eisenbahnfachmann (s. NDB VI);
    Marie Kricheldorff;
    2 T.

  • Leben

    G. beabsichtigte zunächst in den Schuldienst zu gehen und studierte in Göttingen Mathematik und Physik, trat aber 1884 als Konstrukteur bei der Firma Siemens & Halske in Berlin ein. Er leitete dort unter anderem die Ausarbeitung des Drehstromsystems, war Chefelektriker des Charlottenburger Werkes und zuletzt stellvertretender Direktor. 1901 wurde er als Dozent für Elektrotechnik an die TH Dresden berufen, wo er bis 1930 trotz anderer günstiger Angebote tätig war. Nach Zerstörung seines Hauses in Dresden und Verlust seiner ganzen Habe 1945 zog er nach Aue ins Erzgebirge. Die Stärke von G. war vor allem die mathematisch-geometrische Behandlung des einphasigen und des mehrphasigen Wechselstroms. 1887 konnte er das nach ihm benannte Vektordiagramm des Transformators in der Elektrotechnischen Zeitschrift veröffentlichen. 1891 konstruierte er den Reihenschluß-Kollektormotor für Drehstrom. 1895 veröffentlichte er Studien über den einphasigen Induktionsmotor. Weitere Arbeiten betrafen grundlegende Untersuchungen über Feldverteilung in Drehstrommotoren und den Parallelbetrieb von Synchronmaschinen. Vorbildlich wurde das Institut für Starkstromtechnik an der TH Dresden, das er am Beginn seiner Lehrtätigkeit einrichtete.|

  • Auszeichnungen

    Dr.-Ing. E. h. (TH Berlin), Ehrenbürger (TH Stuttgart).

  • Werke

    Weitere W u. a. Grundzüge d. Elektrotechnik, 1913;
    Elektrotechnik in ihrer Anwendung auf d. Bauwesen, = Hdb. d. Ing.wiss. IV, Anh. 1890;
    Abschnitte üb. Transformatoren, Dynamomaschinen u. Elektromagnete, in: K. Strecker, Hilfsbuch f. Elektrotechnik, 101925.

  • Literatur

    H. Barkhausen, in: Elektrotechnik 1, 1947, S. 80;
    Vogler, in: Elektrotechn. Zs., 1949, S. 353;
    F. Emde, in: Zs. f. Elektrotechnik 1, 1948, S. 133-35;
    R. Zaunick, in: FF 21/23, 1947, S. 282;
    Rhdb. (P);
    Pogg. VI u. VIIa.

  • Autor/in

    Adolf Wißner
  • Empfohlene Zitierweise

    Wißner, Adolf, "Görges, Hans" in: Neue Deutsche Biographie 6 (1964), S. 524 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd117548324.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA