Lebensdaten
1871 bis 1954
Geburtsort
Arnis (Schleswig)
Sterbeort
Frankfurt/Main
Beruf/Funktion
Physiker
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 11752610X | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • von Hofe, Christian (von ist kein Adelsprädikat)
  • Hofe, Christian von
  • von Hofe, Christian (von ist kein Adelsprädikat)
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Zitierweise

Hofe, Christian von, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd11752610X.html [19.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Johann (1833–1921), Lehrer, S d. Bauern Job. Peter u. d. Margarethe Katherine von Rein;
    M Friederike (1843–1931), T d. Fleischermeisters Joh. Christian Petersen in A. u. d. Dor. Friederike Möller;
    Kiel 1902 Alma (* 1881), T d. Lehrers Hinrich Dau u. d. Maria Sievers;
    1 S, 2 T, u. a. Hans (* 1912), Prof., Dir. d. Schweißtechn. Lehr- u. Versuchsanstalt Duisburg.

  • Leben

    H. studierte 1892-97 an den Technischen Hochschulen München, Berlin und Hannover und promovierte 1898 an der Universität Berlin bei E. Warburg zum Dr. phil. 1897 wurde er Hilfsphysiker am Militärversuchsamt in Berlin-Plötzensee. 1903 ging er als wissenschaftlicher Mitarbeiter zur Firma Carl Zeiss in Jena und 1907 zur Optischen Anstalt C. P. Goerz in Berlin-Friedenau. 1919 habilitierte er sich an der TH Berlin. 1924-34 war er wissenschaftlicher Direktor und Vorstandsmitglied bei Goerz in Wien und Preßburg. Gleichzeitig hielt er Vorlesungen an der TH Wien (1930 außerordentlicher Professor). Dann kehrte er nach Berlin zurück, wo er bis 1937 der Technischen Werkstatt vorstand. 1935 nahm er den Ruf als ordentlicher Professor für Feinmechanik und Optik an die TH Berlin an. Nach der Emeritierung (1941) leitete er bis Kriegsende das Institut für militärische Erkundungsmittel. – H.s Arbeiten liegen vorwiegend auf militäroptischem Gebiet. So hat er schon im 1. Weltkrieg wesentliche Neuerungen im militärischen Entfernungsmesserbau, aber auch auf anderen Gebieten der Fernoptik, auf der Grundlage technisch-optischer und physiologisch-optischer Erkenntnisse eingeführt und hiermit eine höhere Meßgenauigkeit sowie Befreiung von störenden äußeren Fehlereinflüssen erreicht. Gerade durch seine wissenschaftliche Überarbeitung der mechanisch-optischen Anlage der fernoptischen Geräte brachte er es zu Erfolgen, die in zahlreichen Patenten des Goerz-Werkes offenbar werden. In späteren Jahren hat H. die von ihm erarbeiteten Kenntnisse und Erfahrungen bei der Ausbildung von wissenschaftlichem und technischem Nachwuchs überliefert. In der Fachliteratur wird auf seine Arbeiten heute noch Bezug genommen.

  • Werke

    u. a. Fernoptik, 1911, 31941.

  • Literatur

    J. Euler, in: Optik 8, 1951 (W-Verz., P);
    ders., in: Physikal. Bll. 10, 1954;
    N. Günther, in: Optik 11, 1954 (P);
    Pogg. VI, VII a.

  • Autor/in

    Johannes Flügge
  • Empfohlene Zitierweise

    Flügge, Johannes, "Hofe, Christian von" in: Neue Deutsche Biographie 9 (1972), S. 377 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd11752610X.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA