Lebensdaten
1888 bis 1964
Geburtsort
Fürth
Sterbeort
München
Beruf/Funktion
Alpinist
Konfession
keine Angabe
Normdaten
GND: 11752378X | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Herzog, Otto

Quellen(nachweise)

Orte

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Zitierweise

Herzog, Otto, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd11752378X.html [17.12.2018].

CC0

  • Leben

    H. war einer der leistungsfähigsten und erfolgreichsten Felskletterer seiner Zeit. Als Achtjähriger kam er mit seinen Eltern nach München, erlernte das Zimmermannshandwerk und war später Werkmeister in der TH München. Er war ein ausgezeichneter Turner. – H. unternahm 26 Erstbesteigungen und 178 Erstbegehungen. 1913 bezwang er die 450 m hohe senkrechte Südwand der Schüsselkarspitze, die als unersteiglich galt. 1929 erkletterte er erstmals die direkte Nordwand der Dreizinkenspitze, und 1932 führte er im Kaukasus als Alleingeher die erste Besteigung der drei Gipfel des Anchwatau, Borchchon, Galdortau, östlich Tschatuintau, durch – Er führte vor dem 1. Weltkrieg den Karabiner als wesentliches Hilfsmittel zur Fortbewegung und Seilsicherung ins moderne Klettern ein. Er wurde dadurch zu einem Pionier des alpinen Sports und erschloß der Felskletterei völlig neue Möglichkeiten. H. blieb bis ins hohe Alter bergsteigerisch aktiv. 1962 gelangen ihm noch schwierige Neutouren an den Durmitortürmen in Montenegro. Sein Lieblingsgebiet war das Karwendel.

  • Literatur

    G. Haber u. F. Schmitt, in: Das Karwendel, 1937 (P);
    F. Schmitt, in: Mitt. d. Dt. Alpenver., 1958 (P);
    ders., in: Jugend am Berg, 1967 (P);
    T. Hiebler, in: Alpinismus, 1964 (P).

  • Autor/in

    Fritz Schmitt
  • Empfohlene Zitierweise

    Schmitt, Fritz, "Herzog, Otto" in: Neue Deutsche Biographie 8 (1969), S. 740 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd11752378X.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA