Lebensdaten
1873 bis 1955
Geburtsort
Landeck (Westpreußen)
Sterbeort
Atlanta (Georgia, USA)
Beruf/Funktion
Mykologe
Konfession
jüdisch
Normdaten
GND: 117498203 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Falck, Richard
  • Falck, Ryszard

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Zitierweise

Falck, Richard, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd117498203.html [14.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Julius ( 1918), Färbereibes., S e. Färbereibes. in L.;
    M Rosa, T d. Lehrers Baruch in Dt.-Krone;
    Breslau 1910 Olga Schenkalowski ( 1944);
    1 T.

  • Leben

    Nach der Ausbildung als Apotheker und Nahrungsmittelchemiker wurde F. 1900 Assistent am Pflanzenphysiologischen Institut zu Breslau, das unter Leitung von Oskar Brefeld stand. Von da ab hat er sein ganzes Leben der Erforschung der Pilze, der Mykologie, gewidmet. Nach Brefelds Tod 1905 dessen Nachfolger zu Breslau, wurde er 1910 Professor für Technische Mykologie an der Forstakademie zu Hann. Münden. 1933 verließ er, als Jude kommende Verfolgungen ahnend, Deutschland und mußte, stets wissenschaftlich arbeitend, bald da, bald dort, ein entbehrungsreiches Wanderleben führen (Palästina, Turkmenistan, Rußland), bis er 1946 in Tiberias wenigstens für einige Jahre und von 1950 an bis zu seinem Ende in Atlanta eine dauernde Stätte fand. F. hat sich als Mykologe frühzeitig hervorgetan und auf dem Gebiet der technischen Anwendung seines Faches, insbesondere des Holzschutzes gegen Zerstörung durch Pilze, Hervorragendes geleistet. Seine „Hausschwammforschungen“ (Hefte 1-12, 1907-37) haben nicht nur der Praxis gedient, sondern außerdem viele Fragen der Physiologie der Pilze erfolgreich behandelt. In vieljähriger Zusammenarbeit mit seiner Frau hat er auch andere|Probleme der Physiologie und Ökologie der Pilze bearbeitet. 1923 entdeckte er wohl als erster die außerordentlich stark hemmende Wirkung eines Pilzes auf einen anderen und damit das Vorhandensein von spezifischen Stoffen, die heute, nach der Entdeckung entsprechender Stoffe durch A. Fleming (1928), als die theoretisch wie praktisch hochwichtigen Antibiotica allgemein bekannt sind. Der auch unter bedrückenden Verhältnissen bis ins höchste Alter unermüdlich Arbeitende hat infolge der vielen Schwierigkeiten, die sich ihm entgegenstellten, bei Lebzeiten nicht immer die entsprechende Anerkennung seines Wirkens gefunden.

  • Literatur

    J. Reichert, in: Palestine Journal of botany 2, Rehovot, Israel, 1938/39, S. 113-25;
    Holz als Roh- u. Werkstoff 11, 1953, S. 196-98 (W, P);
    Th. Schmucker, in: Forstarchiv 26, 1955 (W, P);
    Pogg. VI. VII a.

  • Autor/in

    Theodor Schmucker
  • Empfohlene Zitierweise

    Schmucker, Theodor, "Falck, Richard" in: Neue Deutsche Biographie 5 (1961), S. 3 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd117498203.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA