Lebensdaten
1848 bis 1918
Geburtsort
Breslau
Sterbeort
Kiew
Beruf/Funktion
preußischer Generalfeldmarschall
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 117497819 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Eichhorn, Emil Gottfried Hermann von
  • Eichhorn, Hermann von
  • Eichhorn, Emil Gottfried Hermann von

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Zitierweise

Eichhorn, Hermann von, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd117497819.html [11.12.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Hermann v. E. (seit 1856, 1813-92), preußischer Regierungspräsident, S des Frdr. s. (1);
    M Julie (1821–85), T des Philosophen Frdr. Schelling ( 1854);
    Berlin 1880 Jenny (1857–1925), T des Wilh. Jordan, Geh. Legationsrat im Ausw. Amt;
    2 S, 1 T.

  • Leben

    E. nahm an den Kriegen 1866 und 1870/71 teil und kam nach dem Besuch der Kriegsakademie 1883 in den Generalstab. Seit 1904 Kommandierender General des XVIII. Armeekorps in Frankfurt/Main, 1905 General der Infanterie, trat E. 1912 an die Spitze der 7. Armeeinspektion in Saarbrücken und wurde 1913 zum Generalobersten befördert. Für den Mobilmachungsfall als Oberbefehlshaber der 5. Armee in Metz vorgesehen, war E. bei Kriegsausbruch 1914 infolge eines schweren Reitunfalls nicht felddienstfähig. Erst nach seiner Genesung übernahm er am 26.1.1915 den Oberbefehl über die in Ostpreußen neugebildete 10. Armee, die in der Winterschlacht in den Masuren (Februar 1915) den entscheidenden Umfassungsflügel bildete. E., für die Einnahme von Kowno im August 1915 mit dem „Pour le Mérite“ ausgezeichnet, führte die Offensive im Oktober 1915 über Wilna bis an die Front beiderseits des Narotsch-Sees, wo seine Armee 1916 schwere Abwehrkämpfe zu bestehen hatte. Bei der Neugliederung der Befehlsverhältnisse im Osten im August 1916 wurde die Heeresgruppe Eichhorn gebildet, welcher die deutschen Armeen in Litauen und Kurland unterstanden. 1917 eroberte E. mit seiner Heeresgruppe Riga und die baltischen Inseln; Anfang 1918 besetzte er Livland und Estland. Am 18.12.1917 zum Generalfeldmarschall befördert, trat er am 4.3.1918 an die Spitze der Heeresgruppe Eichhorn in Kiew, wo ihm die militärische Sicherung des im Winter 1918 gewonnenen Machtbereichs der Mittelmächte in der Ukraine, in Südrußland und auf der Krim übertragen war. Hier in Kiew erlag E. dem Bombenanschlag eines russischen Sozialrevolutionärs, der ebenso wie die Ermordung des Botschafters Graf Mirbach 1918 mit der Absicht unternommen worden war, den Bruch der Beziehungen der bolschewistischen Machthaber mit der deutschen Regierung zu provozieren.

  • Literatur

    G. Schulze-Pfaelzer, in: Preuß.-dt. Feldmarschälle u. Großadmirale, 1928, S. 259 ff.;
    Priesdorff VIII, S. 200 ff, (P);
    G. Strutz, in: DBJ II, S. 244-50 (L, u. Tl. 1918, L).

  • Autor/in

    Hermann Gackenholz
  • Empfohlene Zitierweise

    Gackenholz, Hermann, "Eichhorn, Hermann von" in: Neue Deutsche Biographie 4 (1959), S. 377 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd117497819.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA