Lebensdaten
1856 bis 1931
Geburtsort
Rastede in Oldenburg
Sterbeort
Berlin
Beruf/Funktion
Sozialpolitiker ; Wohnungsreformer
Konfession
lutherisch
Normdaten
GND: 117251364 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Albrecht, Heinrich Karl Wilhelm
  • Albrecht, Heinrich
  • Albrecht, Heinrich Karl Wilhelm

Quellen(nachweise)

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Zitierweise

Albrecht, Heinrich, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd117251364.html [15.12.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Adolf Friedrich Bernhard Albrecht, Apotheker in Rastede;
    M Dorothea Philippine, T des Johann Ludwig Schmidt, Telegraphendirektor in Altona, und der Johanna Dorothee Lüttig;
    Gvv Johann Friedrich Ludwig Albrecht, Pastor, Sehnde (Hannover).

  • Leben

    A. studierte 1875-80 Ingenieur-Wissenschaften auf der Technischen Hochschule Hannover, 1884-88 unter G. Schmoller und A. Wagner Staatswissenschaften auf der Universität Berlin. Seit 1892 wissenschaftlicher Mitarbeiter, von 1907 ab Geschäftsführer der „Zentralstelle für Volkswohlfahrt“, gab er deren Zeitschrift „Concordia“ bis 1920 heraus und widmete sich vor allem der Förderung der Gewerbehygiene, der Fabrikfürsorge, der privaten und öffentlichen Wohlfahrtspflege sowie in zunehmendem Grade den Problemen der Wohnungsreform, der Wohnungsfürsorge und der Wohnungsaufsicht. 1898 gründete er mit anderen das technischen und hygienischen Aufgaben gewidmete „Technische Gemeindeblatt“, das er bis 1927 herausgab, 1902 die „Zeitschrift für Wohnungsreform“, die unter seiner Redaktion ein Vierteljahrhundert hindurch das führende Organ der deutschen Wohnungsfürsorgegesellschaften, Baugenossenschaften und Wohnungsämter war. Als Führer der Baugenossenschaften faßte er diese 1897 im „Verband der auf der Grundlage des gemeinschaftlichen Eigentums stehenden Baugenossenschaften“ zusammen, woraus 1920 die „Vereinigung deutscher Baugenossenschaftsverbände“, 1924 der „Hauptverband deutscher Baugenossenschaften“ hervorging. Als Pionier der Wohnungsreform und der Wohnungsfürsorge, Vorkämpfer der Baugenossenschaften und gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaften hat er sich die größten Verdienste um das deutsche Wohnungswesen vor und nach dem ersten Weltkriege erworben.

  • Werke

    Ber. üb. d. dt. Hygiene-Ausstellung, 3 Bde., 1886; Die Volkswirtschaft. Bedeutung d. Kleinkraftmaschinen, 1889;
    Gewerbehygiene u. Arbeiterwohlfahrtsbestrebungen, 1890;
    Die Wohnungsnot in d. Großstädten u. d. Mittel z. ihrer Abhilfe, 1891;
    Musterstätten persönl. Fürsorge v. Arbeitgebern f. d. Geschäftsangehörigen, 1892;
    Hdb. d. prakt. Gewerbe-Hygiene, 1896;
    Das Arbeiterwohnhaus, 1896;

    Wohnungsstatistik u. Wohnungsenquête, 1896;
    Bau v. kleinen Wohnungen durch Arbeitgeber, Stiftungen, gemeinnützige Baugesellschaften u. in eigner Regie d. Gemeinden, 1901;
    Die Wohnungsfrage in Frankreich, Schweden, Dänemark, 1901;
    Die Entwicklung d. Baugenossenschaften in Dtld., 1902;
    Hdb. d. sozialen Wohlfahrtspflege, 1902; Städt. Wohn- u. Siedlungswesen, 1915.

  • Literatur

    G. Jahn, in: Ztschr. f. Wohnungswesen. Bd. 24, Sonderh. v. 16.3.1926 (P);
    Wi. V, 1911. IX. 1928.

  • Autor/in

    Georg Jahn
  • Empfohlene Zitierweise

    Jahn, Georg, "Albrecht, Heinrich" in: Neue Deutsche Biographie 1 (1953), S. 181 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd117251364.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA