Lebensdaten
1848 bis 1925
Geburtsort
Wunsiedel
Sterbeort
Karlsruhe
Beruf/Funktion
Chemiker
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 117157589 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Bunte, Hans Hugo Christian
  • Bunte, Hans
  • Bunte, Hans Hugo Christian

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Zitierweise

Bunte, Hans, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd117157589.html [13.12.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Carl (1801–71, ev.), Rechtsanwalt in Wunsiedel, S des Justizkanzleirats Joh. in Pappenheim u. der Christiane Martha Horst;
    M Fanny (1811–93, kath.), T des Bäckers u. Holzhändlers Franz Geiger in Günzburg u. der Anna Grail;
    München 1877 Wilhelmine, T des Prof. der Metallurgie an der TH Karl Stölzel (1826–96) u. der Auguste Ploch;
    2 S, 3 T, u. a. Karl (1878–1944), Prof. für Gastechnik u. Brennstoffverwertung an der TH Karlsruhe, stellte bes. Unterss. üb. die Brauchbarkeit der Brennstoffe für die Entgasung an u. entwickelte zahlr. gastechnische Apparate u. Methoden, vereinte theoretisch-wiss. Kenntnisse mit praktisch-betriebstechnischen Erfahrungen.

  • Leben

    B. studierte Chemie am Polytechnikum Stuttgart, in Heidelberg (unter R. Bunsen) und Erlangen und habilitierte sich 1872 an der TH München. 1884 wurde er Generalsekretär des Deutschen Vereins von Gas- und Wasserfachmännern. In dieser Stellung entwickelte er sich immer mehr zum führenden Kopf im Gasfach in wissenschaftlicher und technischer Hinsicht. 1887 wurde er als ordentlicher Professor auf den Lehrstuhl für chemische Technologie der TH Karlsruhe berufen (bis 1919) und leitete das von ihm 1907 gegründete, der TH angeschlossene Gasinstitut. - Dr.-Ingenieur Ehren halber TH Wien, München, Hannover.

    B.s Hauptleistung liegt in der Gas-, Brennstoff- und Feuerungstechnik, in die er wissenschaftliche Methoden einführte. Ihm sind die ersten zuverlässigen Bestimmungen des Heizwerts von Brennstoffen zu verdanken. Er entwickelte Einrichtungen, bei der Gaserzeugung Abgas und Leuchtgas zu analysieren. Dabei wurde 1877 die B.-Bürette geschaffen. Er erkannte die Bedeutung des Kohlensäuregehalts der Rauchgase, stellte eine Formel für den Brutto-Nutzeffekt einer Feuerung auf und schuf die wissenschaftlichen Grundlagen für die Wirkung der Wasserdampfzufuhr in Generatoren. Seine Arbeiten führten zu einer vollkommenen Umwälzung im Bau der Gaserzeugungsöfen. Die wesentlichen Grundlagen der Wärmewirtschaft sind B.s Werk. Der Gasreinigung, der Gasverwendung und den Nebenprodukten der Kokerei galt sein besonderes Augenmerk. Umfassende chemische und physikalische Bildung und guter praktischer Sinn befähigten ihn zu seinen vielseitigen, fruchtbaren Arbeiten, die sein Sohn Karl weiterführte. B. begründete in Karlsruhe eine einflußreiche Schule auf dem Gebiet der technischen Chemie.

  • Werke

    Wiss. Fortschritt u. chem. Technik, 1897;
    Hrsg.: Journal f. Gasbeleuchtung, 1876-1920 (bis 1884, mit N. H. Schilling);
    J. S. Muspratt, Encyclopäd. Hdb. d. techn. Chemie, Bd. 6-12, 41898-1922;
    s. Pogg. III, IV, VI.

  • Literatur

    Techn. Lit.-Kal. 2, 1920;
    P. Kitner, in: Verhh. Naturwiss. Ver. Karlsruhe 30, 1924/26, S. XXVII bis XXXVI (P);
    C. A. Brender á Brandis, in: Het Gas 45, 's Gravenhage 1925, S. 359 f. (P);
    R. Jokisch u. a., in: Gas- u. Wasserfach 68, 1925, S. 603 bis 606 (P);
    G. Keppeler, in: Zs. f. angew. Chemie 38, 1925, S. 977-80 (P);
    C. Matschoß, in: VDI-Zs. 69, 1925, S. 1442 f. (P);
    A. Sander, in: Zs. f. komprimierte u. flüssige Gase 24, 1925, S. 109 bis 111 (P);
    A. Körting, in: VDI-Btrr. 25, 1936, S. 95 f.;
    E. Terres, in: Gas- u. Wasserfach 90, 1949, S. 49-52 (P);
    ders., Zum 100. Geburtstag v. H. B., 1950 (P). - Zu S Karl: Gas- u. Wasserfach 75, 1932, S. 796-99;
    A. Thau, ebenda, 88, 1947, S. 4;
    Pogg. VI (W).

  • Portraits

    Phot. (P-Slg. d. Dt. Mus. München).

  • Autor/in

    Friedrich Klemm
  • Empfohlene Zitierweise

    Klemm, Friedrich, "Bunte, Hans" in: Neue Deutsche Biographie 3 (1957), S. 20 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd117157589.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA