Lebensdaten
1878 bis 1947
Geburtsort
Köln
Sterbeort
Frankfurt/Main
Beruf/Funktion
Intendant ; Dramatiker
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 117138525 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Impekoven, Toni
  • Impekoven, Anton
  • Impekoven, Toni

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Zitierweise

Impekoven, Anton, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd117138525.html [15.12.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Lorenz (* 1843), Kaufm. in K., S d. Lehrers Andreas u. d. Adelheid Linden;
    M Helena (* 1850), T d. Seidenwebermeisters Peter Heinrich Heinen u. d. Maria Anna Cath. Timmermann;
    B Leo (1873–1943), Bühnenbildner in Berlin (s. Kosch, Theater-Lex.);
    Schw Sabine, Schauspielerin, 1908-34 in Berlin tätig;
    - ca. 1903 Frida Kobler, Theaterkassiererin;
    2 T, u. a. Niddy (* 1904), Tänzerin.

  • Leben

    I. debütierte 1900 in Rixdorf (Mark Brandenburg). Während der Saison 1901/02 bewies er in Spandau sein Talent für komische Rollen, das ihm den Weg nach Berlin ebnete. Die Spielzeit 1902/03 verbrachte er an E. v. Wolzogens Buntem Theater „Überbrettl“, die darauf folgende am „Berliner Theater“. 1904-11 gehörte I., der inzwischen sein Interesse und seine Begabung für Regie und Dekorationswesen entdeckt hatte, in Berlin dem Lustspielhaus als Schauspieler, Regisseur und (bis 1908) als Ausstattungsleiter an. Nach einem kurzen Engagement am Komödienhaus wechselte I. 1914 an das Schauspielhaus in Frankfurt a. M. über, an dem er bis zu seinem Tode als Schauspieler, seit 1929 auch als Regisseur, 1945/46 als Intendant wirkte und sich durch die Stetigkeit seiner künstlerischen und organisatorischen Arbeit Verdienste um die Städt. Bühnen erwarb. Von den avantgardistischen Bestrebungen des Frankfurter Theaters in den 20er Jahren und den politischen Ereignissen nach 1933 blieb er unbeeinflußt. Über seinen lokalen Tätigkeitsbereich hinaus bekannt machten I. zahlreiche, z. T. musikalische Possen und Schwänke, die er zusammen mit anderen Autoren schrieb; sein häufigster Mitarbeiter war K. Mathern. I. setzte mit diesen leichten, schnell gefertigten Unterhaltungsstücken, von denen das mit P. Verhoeven verfaßte, 1936 an den Münchner Kammerspielen uraufgeführte musikalische Lustspiel „Das kleine Hofkonzert“ (Musik v. E. Nick) das erfolgreichste wurde, die Tradition der alten deutschen Bühnenposse und des Schauspielerstücks fort.

  • Werke

    Weitere W unvollst. Verz. b. F. E. Schulz, Dramenlex., 2. erg. Aufl. 1942, S. 48 (16 Schwänke, 2 Bearbb.). -
    Allein vf. Possen u. a.: Die grüne Neune, Musik v. W. Bredschneider, 1911;
    Hochherrschaftl. Wohnungen, Musik v. dems., 1913. -
    Schwänke u. Possen u. a. mit K. H. Martin: Alles klappt!, Musik v. W. v. Simon, 1914;
    Berlin-Bagdad, 1916;
    - mit E. E. Ritter: Die Diener lassen bitten, 1915;
    - mit O. Schwartz: Was werden d. Leute sagen!, 1916;
    - mit K. Mathern: Der Riese Goliath, 1918;
    Die drei Zwillinge, 1919;
    Junggesellendämmerung, 1919;
    Neunzehn-hundert-neunzehn, 1919;
    Hamlet in Krähwinkel, 1924;
    Der doppelte Moritz, 1926;
    Die neue Sachlichkeit, 1930;
    Der fröhliche Rapunzelplatz, Musik v. B. Hartl, 1934;
    Der Raub d. schönen Helena, 1936;
    Xanthippe, Musik v. E. Nick, 1938;
    Maccaroni, 1939;
    Angelika, 1942;
    - mit P. Nikolaus: Luderchen, 1920;
    - mit H. Reimann: Das Ekel, 1924;
    - mit P. Verhoeven: Liebe in Not, 1933. -
    Benrbb. u. a.: Herr Vielgeschrei (nach L. Holberg), 1938;
    Der Löwe v. San Marco (nach L. Bonelli), 1942.

  • Literatur

    Dt. Bühnen-Jb., 51. Jg., 1940, S. 49;
    Kosch, Theater-Lex. -
    Eigene Archivstud.

  • Portraits

    Phot. in: Der 30. Januar, Braune Bll. der Städt. Bühnen Frankfurt Main, Jg. 3, Spielzeit 1935–36.

  • Autor/in

    Alexander Rudin
  • Empfohlene Zitierweise

    Rudin, Alexander, "Impekoven, Anton" in: Neue Deutsche Biographie 10 (1974), S. 166 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd117138525.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA