Lebensdaten
1876 bis 1953
Geburtsort
Hamburg
Sterbeort
Leipzig
Beruf/Funktion
Komponist ; Pianist ; Musikschriftsteller
Konfession
keine Angabe
Normdaten
GND: 117002178 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Niemann, Walter

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Zitierweise

Niemann, Walter, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd117002178.html [16.12.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Rudolph Friedrich (1838–98) aus Wesselburen, Pianist u. Komp., Lehrer am Konservatorium in Wiesbaden (s. MGG; Riemann; New Grove; Nassau. Biogr.), S d. N. N., Lehrer u. Organist;
    M Emilie Peers (1838–1904);
    Ov Gustav Adolph (1841–81, s. MGG; Riemann; New Grove), Violinist.

  • Leben

    N. erhielt als Achtjähriger vom Vater ersten Klavierunterricht. Später studierte er bei Engelbert Humperdinck, seit 1898 am Leipziger Konservatorium bei Carl Reinecke und Alfred Reisenauer. Gleichzeitig besuchte er die Univ. Leipzig, wo er bei Hugo Riemann 1901 mit einer Arbeit zur Mensuraltheorie promovierte.

    Nach einer kurzen Lehrtätigkeit im Fach Klavier am Bernhuthschen Konservatorium in Hamburg (1906/07) arbeitete N. hauptsächlich als Musikschriftsteller in Leipzig: So war er 1907-17 Musikreferent der Leipziger Neuesten Nachrichten und redigierte, zunächst gemeinsam mit Arnold Schering (1877–1941), die Neue Zeitschrift für Musik (1904–06). In seinen Buchpublikationen beschäftigte er sich vor allem mit der Musik des 19. und 20. Jh. sowie mit Klaviermusik; außerdem gab er ältere und neuere Klaviermusik heraus. Seit 1917 trat er zunehmend als Komponist und Pianist hervor. Mit seinen Werken (vor allem für Klavier) stand er in der Nachfolge von Schumann und Brahms; unter Einbeziehung exotischer oder impressionistischer Elemente war er jedoch insgesamt einem leichteren Genre – teils in der Art gehobener Salon- und Unterhaltungsmusik – verpflichtet. Häufig griff er daneben alte Formtypen und Stilmittel auf. Seine oft zu Zyklen zusammengefaßten Miniaturen tragen vielfach programmatisch oder im Sinne eines Stimmungsgehalts zu deutende Titel.

  • Werke

    u. a. Über d. abweichende Bedeutung d. Ligaturen in d. Mensuraltheorie d. Zeit vor Johannes de Garlandia, 1902;
    Das Klavierbuch, 1907;
    Taschenlex. f. Klavierspieler, 1912;
    Die Musik seit Richard Wagner, 1913;
    Jan Sibelius, 1917;
    Die Virginalmusik, 1919;
    Brahms, 1920;
    Mein Leben f. d. Klavier (ungedr. Selbstbiographie). – Komp. (ca. 190) u. a. Meißner Porzellan, op. 6;
    Holsteinische Idyllen, op. 8;
    Aus Watteaus Zeit, op. 18;
    Krippenmusik, op. 143;
    Kammerkonzert mit Streichorchester, op. 153;
    Die lustigen Chinesen, op. 174.

  • Literatur

    Rhdb. (P);
    MGG 9 (unter Gustav Adolph N.) mit Suppl.bd.;
    Riemann mit Erg.bd.;
    New Grove.

  • Autor/in

    Bernhold Schmid
  • Empfohlene Zitierweise

    Schmid, Bernhold, "Niemann, Walter" in: Neue Deutsche Biographie 19 (1999), S. 233 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd117002178.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA