Lebensdaten
1865 bis 1949
Geburtsort
Bremen-Rablinghausen
Sterbeort
Heidelberg
Beruf/Funktion
Anglist ; Altertumsforscher
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 116981024 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Hoops, Johannes
  • Hoops, Johann

Objekt/Werk(nachweise)

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Zitierweise

Hoops, Johannes, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116981024.html [13.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Joh. Jakob (1840–1916), Schulvorsteher in B.-R., S d. Landmanns Michel in Sittensen Kr. Bremervörde u. d. Doris Bartels;
    M Gesine (1839–1920), T d. Bauern Lür Blanke in B.-Niederblockland u. d. Gesche Bavendam;
    Stuttgart 1895 Ida (1871–1951), T d. Pianotechnikers Louis Theodor Schultz u. d. Antonie Borngesser;
    2 S, 1 T.

  • Leben

    H. studierte in Jena, später Freiburg, zunächst Mathematik und Naturwissenschaften, danach Neuere Philologie und Geschichte und promovierte 1889 bei von Holst (Freiburg) über „Altenglische Pflanzennamen“. Nach anfänglicher Tätigkeit im Höheren Lehramt erhielt er 1893 an der Universität Tübingen ein Lektorat für Anglistik. Nach der 1894 erfolgten Ernennung zum außerordentlichen Professor habilitierte er sich dort 1895 mit der Arbeit „Keats' Jugend und Jugendgedichte“ und nahm 1896 den Ruf als außerordentlicher Professor für Englische Philologie nach Heidelberg an (1902 ordentlicher Professor, 1910 Geheimer Hofrat, gleichzeitig Lehrauftrag für Germanische Altertumskunde, 1920/21 und 1946 Rektor), wo er trotz auswärtiger Angebote (Rufe nach Frankfurt, Köln, Leipzig, Wien) bis ins hohe Alter lehrte.

    Wiederholte Einladungen zu Vorträgen in den USA (unter anderem Berkeley 1926, 1930, 1937-39, Johns Hopkins University 1933) und mehrere Weltreisen führten auch zu persönlicher Bekanntschaft mit führenden Männern seiner Zeit (Franklin D. Roosevelt, Sven Hedin, dem späteren Edward VIII. und anderen).

    H. war als Herausgeber, Übersetzer und Verfasser zahlreicher Werke zur englischen Philologie und germanischen Altertumskunde tätig. Angesichts der immer stärker werdenden Spezialisierung und Entfremdung der Einzeldisziplinen forderte er im Bereich der altertumskundlichen Wissenschaft eine enge Fühlungnahme und Zusammenarbeit der Fachwissenschaften mit dem Ziele einer umfassenden germanischen Kulturgeschichte. In seiner Abhandlung über „Waldbäume und Kulturpflanzen im germanischen Altertum“ (1905) und in dem zunächst von R. Much betreuten, dann von H. endgültig redigierten „Reallexikon|der germanischen Altertumskunde“ (4 Bände, 1911–19) stellte er so der von J. Grimm begründeten philologisch orientierten germanischen Altertumswissenschaft einen neuen Begriff von „Altertumskunde“ entgegen, der die wissenschaftliche Diskussion bis heute bestimmt.|

  • Auszeichnungen

    Mitgl. d. preuß. Ak. d. Wiss. u. zahlr. in- u. ausländ. Akademien.

  • Werke

    Weitere W u. a. Beowulfstud., 1932;
    Kommentar z. Beowulf, 1932;
    Shakespeares Name u. Herkunft, 1940/41;
    Gesch. d. Ölbaums, 1942 f. -
    Hrsg.: Engl. Textbibl., 1898-1936;
    Engl. Stud., 1900-44;
    Anglist. Forschungen, 1900-43.

  • Literatur

    Festschr. z. 60. Geb.tag, Probleme d. engl. Sprache u. Kultur, hrsg. v. W. Keller, 1925;
    J. Wild, in: Alm., Ak. d. Wiss. Wien, 1949;
    Neue Heidelberger Jbb. NF 1950;
    F. Depken, in: Brem. Biogr. 1912–62, 1969.

  • Portraits

    Büste v. Schließler (Heidelberg, Neue Univ.);
    Phot. (Bremen, Staatsarchiv).

  • Autor/in

    Heinrich Beck
  • Empfohlene Zitierweise

    Beck, Heinrich, "Hoops, Johannes" in: Neue Deutsche Biographie 9 (1972), S. 606 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116981024.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA