Lebensdaten
1848 bis 1926
Geburtsort
Öhringen
Sterbeort
Somogyszob (Ungarn)
Beruf/Funktion
Montanindustrieller ; Herzog von Ujest
Konfession
lutherisch
Normdaten
GND: 116955058 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Hohenlohe-Oehringen, Christian Kraft Fürst zu
  • Hohenlohe Öhringen, Christian Kraft zu
  • Hohenlohe-Oehringen, Christian Kraft zu
  • mehr

Verknüpfungen

Von der Person ausgehende Verknüpfungen

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Zitierweise

Hohenlohe-Oehringen, Christian Kraft Fürst zu, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116955058.html [14.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Fürst Hugo (s. 8);
    B Prinz Johann (1858–1945), preuß. Gesandter, Nachf. H.s, d. aus wirtsch. Gründen e. Verbindung d. Oehringer Bergbau AG mit d. Preußengrube AG u. damit mit d. Braunkohlenindustriellen Petschak eingehen mußte (1939 an Reichswerke AG), Prinz Max (1860–1922), preuß. Gen.-Major; - ledig.

  • Leben

    H. war die industriell erfolgreichste Persönlichkeit aus dem Hause Hohenlohe. Nach dem Besuch der Ritterakademie in Liegnitz (1864–66) studierte er Rechtswissenschaften in Bonn (1868–70). Als Politiker gehörte er der freikonservativen Partei (später Deutsche Reichspartei) an, war Mitglied des Herrenhauses und 1880-81 sowie 1883-1912 des Reichstages. H. führte das schon sehr bedeutend gewordene Unternehmen seines Vaters erfolgreich weiter, unter anderem durch Abteufen der Oheimgrube südlich von Kattowitz (1899) und der Oehringengrube bei Gleiwitz (1917). Als seine größte unternehmerische Leistung gilt die Gründung der Hohenlohe-Werke AG (1905) mit Sitz in Hohenlohehütte. 1912 erfolgte im Zusammenhang mit einer Erweiterung des Grundbesitzes und Modernisierung der Hütten eine Erhöhung des Kapitals der Gesellschaft auf 80 Millionen Mark. Im neuen Unternehmen (1913 Zinkproduktion der Hohenlohe-Werke 37 Millionen t, Kohlenförderung 4 ¾ Millionen t) fanden 10 000 Arbeiter und Angestellte (1891: 7244) Beschäftigung. Der mit der AG-Gründung in Verbindung stehende Zusammenschluß aller Zinkproduzenten Deutschlands wirkte sich vor allem in der Steigerung der Gesamtproduktion und der Stabilisierung der Preise aus. Nach 1922 erfolgte die Teilung der AG in die Oehringer Bergbau AG auf deutscher Seite und die Hohenlohe-Werke in Ostoberschlesien. Die fürstliche Familie blieb an beiden Gesellschaften beteiligt und verfügte außerdem über eine Beteiligung an den Oberschlesischen Elektrizitätswerken (OEW).

  • Literatur

    H. Voltz, Die Bergwerks- u. Hüttenanlagen d. Oberschles. Industrie-Bez., 1892, S. 126-29;
    Fürst Ch. (70. Geb.tag, Ehrenbürger d. Stadt Ujest) u. Fürst Fr. Ludwig Kraft Hohenlohe, in: Oberschles. Heimat 14, 1918;
    B. Knochenhauer, Die oberschles. Montanindustrie, 1927, S. 116-20;
    K. Repetzki, Hohenlohe-Oehringen, in: Gleiwitzer u. Beuthener Heimatbl. 2, 1952, H. 11;
    ders., Industrie u. Wirtsch. Oberschlesiens, 1968, S. 20;
    A. Perlick, Oberschles. Berg- u. Hüttenleute, 1953 (L);
    Wenzel.

  • Autor/in

    Alfons Perlick
  • Empfohlene Zitierweise

    Perlick, Alfons, "Hohenlohe-Oehringen, Christian Kraft Fürst zu" in: Neue Deutsche Biographie 9 (1972), S. 489 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116955058.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA