Lebensdaten
1886 bis 1945
Geburtsort
Berlin-Charlottenburg
Sterbeort
Berlin-Dahlem
Beruf/Funktion
Archäologe
Konfession
keine Angabe
Normdaten
GND: 116954671 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Neugebauer, Karl Anton
  • Neugebauer, Karl A.
  • Neugebauer, Karl Ant.

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Zitierweise

Neugebauer, Karl Anton, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116954671.html [18.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Franz ( um 1897), Musikalien- u. Verlagsbuchhändler, S d. Friedrich, aus Polen, Oberhofschlossermstr., u. d. N. N. Schlischka;
    M Ottilie Opitz, aus Frankreich;
    Berlin-Charlottenburg 1919 Erna (isr.), Konzertsängerin, T d. Rudolf Jacobi (* 1854), Kaufm. in Zittau, u. d. Emma Smith (* 1859), aus England;
    1 S, 2 T, u. a. Sarah Bartning, Konzertsängerin, Doz. an d. Hochschule f. Musik in B., später in Israel; Schwager Erwin Jacobi (1884–1965), o. Prof. f. öff. Recht, Kirchen- u. Arbeitsrecht an d. Univ. Leipzig (s. NDB X).

  • Leben

    Nach dem Abitur am Askanischen Gymnasium in Berlin, wo Adolf Trendelenburg seine Begeisterung für die Antike weckte, studierte N. Klassische Philologie in Berlin und Tübingen, seit 1907/08 Archäologie in Leipzig bei Franz Studniczka. Nach der Promotion 1913 mit „Studien über Skopas“ war N. kurzzeitig als Assistent mit der Inventarisierung der rasch wachsenden Antikenabteilung in Leipzig beschäftigt, die er durch eigene kleine Stiftungen vermehrte, bevor er 1913/14 als Reisestipendiat des Deutschen Archäologischen Institutes vor allem in Griechenland unterwegs war. Die Mitarbeit an der Samos-Grabung der Berliner Museen unter Leitung Theodor Wiegands 1914 wurde für seine weitere Laufbahn bestimmend. N.s anschließende Tätigkeit an der Berliner Antikensammlung wurde 1916 durch Kriegsdienst und Gefangenschaft unterbrochen. Erst 1920 wurde er wieder angestellt (1926 Kustos u. Prof.). Als langjähriger Schriftführer und Schatzmeister der Archäologischen Gesellschaft zu Berlin und im Rahmen der Vereinigung der Freunde antiker Kunst spielte N. eine wichtige Rolle bei der Vermittlung wissenschaftlicher Erkenntnisse für eine breitere Öffentlichkeit.

    Mit seiner Dissertation, aber auch mit Werken wie der kleinen Monographie „Asklepios, Ein Beitrag zur Kritik röm. Statuenkopien“ (1921) lieferte N. neue Erkenntnisse zur zeitgenössischen archäologischen Forschung. Von bleibendem Wert sind seine Publikationen zu seinem Spezialgebiet, den Bronzen aus der Berliner Sammlung, vor allem der Katalog „Die minoischen und archaisch griech. Bronzen“ (1931) und der postum von Carl Blümel (1893–1976) herausgegebene Band „Die griech. Bronzen der klassischen Zeit und des Hellenismus“ (1951).

  • Werke

    Weitere W u. a. Antike Bronzestatuetten, 1921;
    Führer durch d. Antiquarium, I: Bronzen, 1924, II;
    Vasen, 1931;
    Bronzegerät d. Altertums, 1927;
    Bronzestatuette d. Narkissos v. Mechtersheim, 1927;
    Skulpturen aus d. Faustinathermen, 1928.

  • Literatur

    M. Bieber, in: American Journal of Archaeology 50, 1946, S. 406;
    A. Rumpf, in: Gnomon 22, 1950, S. 194-96 (W, L);
    E. Rohde, in: Das Altertum 29, 1983, S. 170-76;
    dies., in: Archäologenbildnisse, hg. v. R. Lullies u. W. Schiering, 1988, S. 238 f. (P).

  • Autor/in

    Gerhard Zimmer
  • Empfohlene Zitierweise

    Zimmer, Gerhard, "Neugebauer, Karl Anton" in: Neue Deutsche Biographie 19 (1999), S. 120 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116954671.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA