Lebensdaten
1909 bis 1995
Geburtsort
Karlsruhe
Sterbeort
Essen-Werden
Beruf/Funktion
Althistoriker
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 116941014 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Nesselhauf, Herbert Adolf Josef
  • Nesselhauf, Herbert
  • Nesselhauf, Herbert Adolf Josef
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Zitierweise

Nesselhauf, Herbert, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116941014.html [14.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Rudolf (1877–1957), Reg.baudir. in K., S d. Adolf (1843–1901) u. d. Regina Bilger (1840–96);
    M Paula (1881–1946), aus Tauberbischofsheim, T d. J. Anton Thomas (1853–1910) u. d. Pauline Haller (1849–1908);
    Karlsruhe 1936 Thildis (* 1912), T d. Kriegsger.rates Dr. Martin Coerrens (1868–1919) in Berlin u. d. Mathildis Marchand (1883–1969);
    2 S Michael (* 1939), RA in Hamburg, Rupert (* 1952), Unternehmensberater in München u. Hamburg, 2 T Verena (* 1941, ⚭ Peter Schlechtriem, * 1933, Dr. iur. Dr. h. c., o. Prof. f. Bürgerl. Recht, Rechtsvergleichung, Internat. Privatrecht, Handels- u. Ges.recht seit 1971 in Heidelberg, seit 1977 in Freiburg. Br.), Schulleiterin in Freiburg (Br.), Hadmuth (* 1944, Dr. med. Wolfgang Scherz, * 1940, Augenarzt in E.-W.), Krankengymnastin.

  • Leben

    Nach dem Abitur am Humanistischen Gymnasium in Karlsruhe studierte N. 1928-32 Geschichte und Klassische Philologie in|Freiburg (Br.), wo Walther Kolbe sein wichtigster Lehrer war, und in Berlin. 1932 wurde er in Freiburg mit „Untersuchungen zur Geschichte der delisch-attischen Symmachie“ (1933, Nachdr. 1963) promoviert, 1937 bei Lothar Wickert in Königsberg (Pr.) habilitiert. 1932-39 war N. bei der Preuß. Akademie der Wissenschaften in Berlin zunächst wissenschaftlicher Hilfsarbeiter, 1939-46 wissenschaftlicher Beamter (1940 Professorentitel). Eine Frucht dieser Jahre ist Bd. XVI des „Corpus Inscriptionum Latinarum“, der die röm. Militärdiplome enthält (1936, Suppl. 1955) sowie die Abhandlung „Die spätröm. Verwaltung der gallisch-german. Länder“ (1938, Habil.schr.). 1940-45 war N. Soldat und kehrte schwer verwundet aus dem Krieg zurück. 1947 wurde er als o. Professor für Alte Geschichte nach Kiel berufen, 1948-66 lehrte er in Freiburg (Br.). Seit 1964 gehörte er dem Gründungsausschuß der Univ. Konstanz an, wo er von 1966 bis zu seiner Emeritierung 1975 die o. Professur für Alte Geschichte innehatte. In seiner Forschung verband N. gewissenhaft-mühselige Kleinarbeit der epigraphischen Forschung mit der Fähigkeit, größere Zusammenhänge darzustellen. Sein Urteilsvermögen in epigraphischen Fragen war unübertrefflich, ebenso beeindruckte er als akademischer Lehrer: Da N. außergewöhnlich viel Zeit und Mühe auf seine Vorlesungstätigkeit verwandte, zog er auch zahlreiche Hörer aus anderen Disziplinen an und wirkte auf diese Weise über die Grenzen seines Faches hinaus.|

  • Auszeichnungen

    Korr. Mitgl. d. Dt. Ak. d. Wiss. Berlin (1960, ausw. Mitgl. 1969); Mitgl. d. Heidelberger Ak. d. Wiss. (1964) u. d. Wissenschaftsrates (1964–69); Vizepräs. d. DFG (1968–74).

  • Werke

    Weitere W Umriß e. Gesch. d. obergerman. Heeres, in: Journal d. Röm.-German. Zentralmus. 1960, S. 151-79;
    Der Ursprung d. Problems „Staat u. Kirche“, 1975.

  • Literatur

    K. Christ, Röm. Gesch. u. dt. Gesch.wiss., 1982, S. 257 f.;
    W. Weber, Biogr. Lex. z. Gesch.wiss. in Dtld., Österr. u. d. Schweiz, 21987;
    J. Martin, in: FAZ v. 17.1.1995;
    G. Alföldy, in: Jb. d. Heidelberger Ak. d. Wiss., 1995.

  • Portraits

    Phot. im Bes. d. Redaktion.

  • Autor/in

    Wolfgang Schuller
  • Empfohlene Zitierweise

    Schuller, Wolfgang, "Nesselhauf, Herbert" in: Neue Deutsche Biographie 19 (1999), S. 71 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116941014.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA