Lebensdaten
1824 bis 1912
Geburtsort
Kobierczyn bei Danzig
Sterbeort
Berlin-Lichterfelde
Beruf/Funktion
Oberbürgermeister von Breslau und Berlin ; preußischer Finanzminister
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 116918268 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Hobrecht, Arthur
  • Hobrecht, Arthur Heinr. Ludw. J.
  • Hobrecht, Arthur Heinrich Ludolph Johnson
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Zitierweise

Hobrecht, Arthur, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116918268.html [20.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Ludolf, Gutsbes., seit 1834 Ökonomiekomissar in Königsberg/Preußen, aus preuß. Beamtenfam.;
    M N. N. Johnson, aus engl. Fam., d. seit d. 1790er f. in Memel ansässig war;
    B James (s. 2), Max (1827–99), Novellendichter (s. Brümmer); - ledig (?).

  • Leben

    H. studierte 1841-44 in Königsberg, Leipzig und Halle Rechtswissenschaft. Danach trat er in Naumburg Saale in den Justizdienst ein. Anschließend war er bei den Gerichten in Elbing, Braunsberg und Marienwerder tätig. 1846 wechselte er in den höheren Verwaltungsdienst über. 1847-49 war er stellvertretender Landrat in den Kreisen Rybnik und Grottkau. Bis zu seiner Berufung als Hilfsarbeiter in das Innenministerium 1860 blieb er Regierungsassessor in Posen, Gleiwitz und Marienwerder. Auf eine Empfehlung des liberalen Grafen Schwerin widmete er sich dem Kommunaldienst, in dem der Schwerpunkt seiner Leistungen zu suchen ist. Als Oberbürgermeister von Breslau 1863-73 zeichnete er sich besonders durch seinen Einsatz für die von den Stadtverordneten beschlossene Konfessionslosigkeit der Schulen aus. 1873 wurde er zum Oberbürgermeister Berlins gewählt. Während seiner Amtszeit wurde die Kanalisation der neuen Reichshauptstadt in Angriff genommen. Seine Pläne zur Schaffung einer Provinz Berlin, die gedanklich an die Provinzialordnung für die östlichen Provinzen Preußens anknüpften, zeugten von kommunalpolitischer Weitsicht, auch wenn sie am Widerstand der Regierung scheiterten. Als Oberbürgermeister gehörte er 1863-78 dem preußischen Herrenhaus an. 1878 übernahm er das ihm gebotene Amt des preußischen Staats- und Finanzministers, schied aber wegen Differenzen mit Bismarck bereits 1879 wieder aus. Seit 1880 Mitglied des Abgeordnetenhauses, war er 1881-90 nationalliberaler Vertreter des Wahlkreises Marienwerder im Reichstag, wurde jedoch 1893 nicht wiedergewählt. Er versuchte sich auch als Schriftsteller, Bedeutung blieb ihm jedoch versagt.|

  • Auszeichnungen

    WGR.

  • Werke

    (mit B Max) Altpreuß. Geschichten v. d. einen u. d. andern, 1882;
    Fritz Kannacher, Roman, 2 Bde., 1885.

  • Literatur

    J. Stein, Gesch. d. Stadt Breslau im 19. Jh., 1884, S. 604 ff.;
    A. Plate, Hdb. f. d. preuß. Abgeordnetenhaus, Ausg. f. d. 21. Legislaturperiode, 1908, S. 393 (P S. 508);
    E. Kaeber, Die Oberbgm. Berlins seit d. Steinschen Städteordnung, in: Jb. d. Ver. f. d. Gesch. Berlins, 1952;
    Brümmer;
    BJ 18 (Tl.), Altpreuß. Biogr.;
    M. Schwarz, Biograph. Hdb. d. Reichstage, 1965, S. 350.

  • Autor/in

    Ilsedore Rarisch
  • Empfohlene Zitierweise

    Rarisch, Ilsedore, "Hobrecht, Arthur" in: Neue Deutsche Biographie 9 (1972), S. 280 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116918268.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA