• Genealogie

    V Karl Remigius s. (1);
    M Charlotte Rumpf; Schwager Ernst Hintz (s. Gen. 1);
    Hildesheim 1884 Lili (1860–1923), T d. Großkaufm. u. Gen.-konsuls Ludw. Dyes in Bremen u. d. Charlotte Droege;
    4 S, 3 T, u. a. Ludw. (s. Einl.).

  • Leben

    Nach einer Einführung in die analytische Chemie in Wiesbaden und Studium in Straßburg folgte 1880 der Eintritt in das väterliche Laboratorium. Kurz darauf übernahm F. die Leitung der Weinstation und entwickelte zahlreiche Methoden vor allem auf dem Gebiet der Weinanalyse. 1885 regte er die Bildung der Kommission für die Weinstatistik an. Mit seinem Bruder Heinrich und seinem Schwager E. Hintz übernahm er 1897 die Leitung des Laboratoriums und auch die Herausgabe der Zeitschrift für analytische Chemie (Band 36-104, 1897-1936), in der er selbst viel publizierte. Die jahrzehntelangen Unterrichtserfahrungen führten zu einer völligen Neubearbeitung der „Anleitung zur qualitativen chemischen Analyse“ (171919). In dem „Verein Deutscher Chemiker“ gründete er die Fachgruppe „Analytische Chemie“ und übernahm deren Leitung. Neben intensiver Mitarbeit beim Verein für chemische Industrie AG (Holzverkohlung) war F. in zahlreichen kirchlichen Ehrenämtern in der Stadt und im Bereich der Landeskirche tätig. Vom Verein Deutscher Lebensmittelchemiker wurde ihm die Josef-König-Plakette verliehen; Professortitel.

  • Werke

    Weitere W u. a. Anleitung z. chem. Analyse d. Weines, 31922;
    zahlr. Zss.aufsätze.

  • Literatur

    L (s. auch L zur Einl.) Remigius F., in: Berr. d. dt. Chem. Ges. 69 A, 1936, S. 91-93;
    ders., in: Zs. f. analyt. Chemie 105, 1936, S. XI-XV (P).

  • Portraits

    Ölgem. v. H. P. Kaiser, 1932 (im Bes. v. Dr. Wilh. F., Wiesbaden).

  • Autor/in

    Wilhelm Fresenius
  • Empfohlene Zitierweise

    Fresenius, Wilhelm, "Fresenius, Wilhelm" in: Neue Deutsche Biographie 5 (1961), S. 407 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116773073.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA