Lebensdaten
1820 bis 1910
Geburtsort
Berlin
Sterbeort
Dresden
Beruf/Funktion
Kinderarzt
Konfession
jüdisch,evangelisch
Normdaten
GND: 116717300 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Henoch, Eduard Heinrich
  • Henoch, Eduard
  • Henoch, Eduard Heinrich

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Zitierweise

Henoch, Eduard, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116717300.html [11.12.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Joseph (1790- vor 1848), Steuereinnehmer, S d. Israel Enoch Moses;
    M Sara (*1798), T d. Hofagenten Isaak Romberg ( 1800) in Meiningen;
    Om Moritz Romberg (1795–1873), Prof. d. Med. in B., Neurologe (s. L);
    - Hamburg 1854 Helene Louise, T d. Kaufm. Joh. Wilh. Leopold Behrens in Hamburg;
    1 T;
    N Ernst v. Romberg (1865–1933), Prof. d. Med. in München (s. Rhdb., P), Otto Herm. Romberg (* 1871), Verkehrswissenschaftler, Luftfahrtpionier (s. Rhdb., P).

  • Leben

    H. war Schüler von L. Schönlein und M. Romberg während seines Studiums in Berlin. Er wurde Assistent bei seinem Onkel Romberg an der Poliklinik der Berliner Charité, 1850 Privatdozent für innere Medizin und 1858 außerordentlich Professor. H. ließ sich in Berlin nieder, war als Armenarzt tätig und gründete 1860 eine private Poliklinik für Kinderkrankheiten, die er bis 1870 leitete. 1868 schied er wegen Meinungsverschiedenheiten mit dem Kultusminister aus seinem akademischen Amt. 1872 wurde H. Direktor der Kinderklinik der Charité und außerordentlich Professor der Kinderheilkunde an der Berliner Universität (bis 1893). – H. war einer der Vorkämpfer der Kinderheilkunde in Deutschland. Es gelang ihm jedoch nicht, die Errichtung eines Ordinariates für Kinderheilkunde an der Berliner Universität durchzusetzen. Seine wissenschaftlichen Untersuchungen brachten wichtige Anregungen für die Entwicklung der Pädiatrie. Weit über das engere Fachgebiet hinaus wirkte seine „Pathologie und Therapie der Kinderheilkunde“ (41865). Sein Name ist mit zwei nach ihm benannten Krankheitsbildern, der Schoenlein-Henochschen Purpura und der Purpura fulminans Henoch, verbunden.

  • Werke

    Weitere W u. a. Klinik d. Unterleibskrankheiten, 3 Bde., 1852–58, 31863;
    Btrr. z. Kinderheilkde., 1861, NF 1868;
    Vorlesungen üb. Kinderkrankheiten, 1881, 101899.

  • Literatur

    A. Baginsky, in: Dt. Med. Wschr. 36, 1910, Sp. 1329-31;
    Rührmann, Zur Gesch. d. Schoenlein-H.schen Erkrankung, ebd. 88, 1963, Sp. 541-43;
    F. Dost, Gesch. d. Univ.kinderklinik d. Charité zu Berlin, 1960;
    A. Förster, E. H., e. Leben im Kampf um d. Anerkennung d. Pädiatrie, Diss. Berlin 1965;
    A. Peiper, Chronik d. Kinderheilkde., 1965;
    P. Wunderlich, Die Errichtung d. Berliner Pädiatr. Lehrstuhles nach Briefen v. E. H., in: Med. Mschr. 21, 1967, Sp. 454-59;
    BLÄ;
    BJ XV (Tl. 1913, L). - Zu Om M. Romberg: ADB 29;
    E. Jacoby, Der Neurologe M. H. Romberg, Diss. Zürich 1965.

  • Portraits

    Berlin, Humboldt-Univ., Unlv.bibl.

  • Autor/in

    Manfred Stürzbecher
  • Empfohlene Zitierweise

    Stürzbecher, Manfred, "Henoch, Eduard" in: Neue Deutsche Biographie 8 (1969), S. 549 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116717300.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA