Lebensdaten
1807 bis 1865
Geburtsort
Kassel
Sterbeort
Kassel
Beruf/Funktion
Historiker ; Archivar
Konfession
reformiert
Normdaten
GND: 116670657 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Landau, Johann Georg
  • Landau, Georg
  • Landau, Johann Georg

Objekt/Werk(nachweise)

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Zitierweise

Landau, Georg, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116670657.html [12.12.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Arend ( 1824), Schuhmachermeister, aus Schuhmacherfam. in Frankenberg/Eder;
    M Elisabeth, T d. Schuhmachermeisters Georg Meyer in K.;
    1838 Marie (1817–1901), T d. Reg.repositars Chabert in Marburg;
    1 S, 2 T, u. a. Marie ( 1912 Wilhelm Pfeiffer, 1845–1914, Gen.sup. in K., s. Wi. 1911).

  • Leben

    Durch seine Herkunft aus einer in bescheidenen Verhältnissen lebenden kinderreichen Familie blieben L. eine höhere Schulbildung und ein Studium versagt. Er arbeitete 6 Jahre lang als Schreiber in einer Anwaltskanzlei, ehe er seit 1826, über Jahre ohne feste Anstellung, im Kasseler Hofarchiv und der Bibliothek seinen historischen Neigungen nachgehen konnte. Hier begegnete er den Brüdern Grimm, die den wissenschaftlich begabten, fleißigen jungen Mann offenbar nachhaltig prägten. 1832 legte L. den 1. Band seines Werkes „Die hess. Ritterburgen und ihre Besitzer“ (4 Bde., 1832–40) vor. 1835 erhielt er die Bezeichnung „Archivar“ und eine feste Anstellung. 1838 wurde er zum Archivsekretär ernannt, 1842 verweigerte man ihm jedoch die freigewordene Stelle eines 2. Staatsarchivars. Erst 1864 wurde er zum Archivrat ernannt und wurde „Archivar und Mitglied der Direktion“ des Haus- und Staatsarchivs. Die Gründe für diese langdauernde Zurücksetzung des allseits geschätzten Gelehrten sind nicht bekannt, sie sind vielleicht in der liberalen politischen Haltung L.s zu suchen.

    Diesem äußerlich bescheidenen Leben des Autodidakten steht ein imponierendes wissenschaftliches Werk gegenüber, das auf intensiven Archivstudien und einer lebendigen Anschauung der Landschaft und der Verhältnisse des Volkes beruht. L. machte seine wissenschaftlichen Grunderfahrungen bei der Erforschung seiner althess. Heimat, ohne sich dadurch den Blick für größere Zusammenhänge zu verstellen. Er war stark den romantischen Vorstellungen seiner Zeit verhaftet; das führte ihn – was wir heute noch schätzen – zur Beachtung von kleinen und einfachen Dingen des täglichen Lebens, aber auch zur Überschätzung des Alters vieler zu seiner Zeit noch lebendiger Zustände und Bräuche und zu einer Überbewertung der germanischen Kontinuität. Für ihn standen nicht Dynastengeschichte und politische Haupt- und Staatsaktionen im Vordergrund, sondern die Verhältnisse und Lebensbereiche des Volkes. Er suchte eine Landschaft in ihrer Gesamtheit zu erfassen, und demgemäß behandelte er neben den geographischen Grundlagen, der Landesgeschichte und der Genealogie kulturgeschichtliche und volkskundliche Fragen, verzeichnete Brauchtum und Sagen und trieb Wüstungs-, Straßen-, Burgen- und Hausforschung. Das war „geschichtliche Landeskunde“ in einem sehr modernen Sinne, und sein methodisches Prinzip des Rückschreitens von den jüngeren zu den älteren Zuständen hat auch heute noch in der Heimat- und Landesgeschichte weithin Gültigkeit. L. wollte nicht nur für einen engen Kreis von Gelehrten schreiben, sondern auch in die Breite wirken. Davon zeugen viele seiner Schriften, und in diesem Sinne war er 1834 maßgeblich an der Gründung des Vereins für Hess. Geschichte und Landeskunde und 1852 an der Schaffung des Gesamtvereins der deutschen Geschichts- und Altertumsvereine beteiligt. Er trat dafür ein, daß der Gesamtverein sich ernsthafte wissenschaftliche Aufgaben stellte, schlug als Programm u. a. eine umfassende Beschreibung der deutschen Gaue vor und legte, um die Durchführbarkeit des Unternehmens zu zeigen, Beschreibungen der Wetterau und des Hessengaus vor. L.s wissenschaftliche Grundüberzeugung, daß die kleinsten Einheiten des menschlichen Zusammenlebens und -wirkens die Grundlagen für größere Gemeinschaften und Ordnungen bildeten, ist in seinem Werk über „Die Territorien in Beziehung auf ihre Bildung und ihre Entwicklung“ (1854) niedergelegt, in dem er von der Flur- und Hofverfassung sowie den Marken ausgeht und zu den Stämmen als den großen Gliederungen des Volkes fortschreitet. Sein Interesse für die Agrarverfassung wird in diesem Werk ebenso wie in seiner Arbeit über „Das Salgut“ (1862) sichtbar. – Von dem wissenschaftlichen Werk L.s ist trotz der durch den Fortgang der Forschung nötigen Korrekturen, Ergänzungen und Neubewertungen vieles heute noch gültig. Das liegt vor allem an dem modern anmutenden und wegweisenden methodischen Ansatz, dem sich die Geschichtliche Landeskunde und die Verfassungsgeschichte auch heute noch verpflichtet wissen, und an der gediegenen Quellengrundlage seiner Schriften.|

  • Auszeichnungen

    Dr. phil h. c. (Marburg 1846); Mitgl. d. Gel.ausschusses d. German. Nat.mus. Nürnberg (1854); sächs. gr. Goldene Medaille (1862).

  • Werke

    Weitere W u. a. Die Rittergesellschaften in Hessen während d. 14. u. 15. Jh., 1840;
    Malerische Ansichten v. Hessen, mit 36 Stahlstichen, 1841 f. (Neudr. 1982);
    Beschreibung d. Kurfürstentums Hessen, 1841, 21867;
    Hist.-topogr. Beschreibung d. wüsten Ortschaften im Kurfürstentum Hessen u. in d. ghzgl.-hess. Anteilen am Hessengaue, am Oberlahngaue u. nm Ittergaue, 1848-58;
    Die Waldungen zu halbem Gebrauche in Kurhessen, 1855;
    Beschreibung d. Gaues Wettereiba, 1855;
    Beschreibung d. Hessengaues, 1857, 21866 (Neudr. 1974);
    Beschreibung d. Oberlahngaues (ungedr.);
    Btrr. z. Gesch. d. alten Heer- und Handelsstraßen in Dtld., 1856 (Neudr. 1958, P);
    Vier Ausführungen üb. d. nat. Hausbau, 1857-62 (Neudr. 1958);
    Jährl. Feste u. Gebräuche d. hess. Volkes, 1859;
    Gebräuche u. Glauben in Hessen b. d. Geburt, d. Hochzeit u. d. Tode, 1860 (Neudr. beider Abhh. 1959 u. d. T.: Sitte u. Brauch in Hessen v. 100 J., P);
    viele Aufsätze in: Zs. d. Ver. f. hess. Gesch. u. Landeskde.;
    Corr.bl. d. Gesamtver. d. dt. Gesch.- u. Altertumsvereine.

  • Literatur

    ADB 17;
    O. Gerland, Grundlagen z. e. hess. Gel.-, Schriftsteller- u. Künstlergesch. I, 1863, S. 322-37;
    R. Rocholl, in: Btrr. z. Gesch. d. Fürstentümer Waldeck u. Pyrmont I, 1866, S. 635-40;
    W. Niemeyer, in: Lb. aus Kurhessen u. Waldeck VI, 1958, S. 177-87 (W, L, P).

  • Autor/in

    Fred Schwind
  • Empfohlene Zitierweise

    Schwind, Fred, "Landau, Georg" in: Neue Deutsche Biographie 13 (1982), S. 482 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116670657.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA

  • Leben

    Landau: Johann Georg L., Forscher deutscher Alterthümer, geb. am 20. October 1807 in Kassel, dort den 15. Februar 1865. Als Sohn des Schuhmachers Arend L. aus einer aus Frankenberg stammenden reformirten Familie wuchs er in bescheidenen Verhältnissen auf, wußte sich aber schon früh in umfassender Weise zu unterrichten. Nach dem Besuch der Bürgerschule in Kassel trat er mit 14 Jahren als Schreiber bei einem dortigen Anwalt ein. Beim Nachlassen von dessen Praxis zum Aufgeben jener Beschäftigung genöthigt, gewann er durch Studien, welchen er in der unfreiwilligen Muße sich in der Landesbibliothek und dem Staatsarchive in Kassel hingab, solche Liebe zur Erforschung der Geschichte hessischer Orte und Gegenden, daß er nicht wieder davon lassen konnte. Die erste Frucht seiner Studien war das Werk „Die hessischen Ritterburgen und ihre Besitzer“ (4 Bde., Kassel 1832—39). Darin sind für die hessische Geschichte wichtige 60 Burgen beider Hessen und der Nachbarländer beschrieben. Einer anmuthigen, romantisch-ästhetischen Schilderung der Oertlichkeiten schließt sich je eine ausführliche Darstellung der Geschichte derselben und namentlich der adeligen Familien an, welche sie besaßen oder besitzen, unter Beifügung von Stammtafeln und Abbildungen einzelner Burgen. Diese Geschichte des hessischen Adels nach den Quellen in den Archiven Kurhessens sowie im geheimen Staatsarchiv in Darmstadt ist mit sehr großem Fleiße bearbeitet. (Gött. Gelehrt. Anzeigen 1839, Nr. 189.) Da L. durch diese Arbeiten in jener Bibliothek und in dem Archive in Kassel heimisch geworden war, so half er, wo nöthig. in beiden aus, wurde inner- und außerhalb Kassels mit Arbeiten zur Vorbereitung des Haupt-Staats- und Landesarchivs betraut und erhielt im September 1835 den Titel Archivar, einige Zeit später auch einen Gehalt von 100 Thalern, jedoch mit der Verpflichtung, zugleich die Repositur- und Expedientengeschäfte beim Archiv zu versehen. Der Anklang, welchen jenes Werk gefunden, gab L. den Plan ein, eine Geschichte aller hessischen Ortschaften zu schreiben. Dieses Unternehmen stellte sich aber nach Beginn der Vorarbeiten als zu umfangreich heraus und so entsprangen letzteren nur minder umfassende Werke, nämlich 1) eine „Beschreibung des Kurfürstenthums Hessen“ (Kassel 1641), eine populäre Landes-|und Ortsbeschreibung, in welcher alle Orte sowie bemerkenswerthen Punkte und Gebäude Kurhessens geographisch und geschichtlich behandelt sind. Es ist eine Schilderung des Landes in oro-, hydro- und topographischer Hinsicht. Die Geschichte ist nur insoweit beigegeben, als sie zur Aufklärung der Entwickelung des Landes im Ganzen, der Provinz oder des Ortes dient. Das Werk bildet, neben dem von Pfister, die einzige moderne Beschreibung Kurhessens und wurde bei seinem Erscheinen zur Anschaffung für den Schulunterricht empfohlen. (Recens. in Kass. Allg. Ztg. 1842, Nr. 13.) 2) Die „Malerischen Ansichten von Hessen“, mit 36 Stahlstichen (Kassel 1842), welche sich an die „Ritterburgen“ eng anschließen. 3) Das von L. in Gemeinschaft mit Franz Dingelstedt herausgegebene „Weserthal“ (Leipzig und Kassel 1842). Als Verfasser ist nur Dingelstedt genannt. Die nächsten Arbeiten des fleißigen Sammlers und Ordners geschichtlicher Nachrichten über Hessen sind in Zeitschriften niedergelegt, namentlich in der des „Vereins für Hessische Geschichte und Landeskunde“, an dessen Gründung (1834) L. sich betheiligt hatte. Im Laufe der Zeit hat diese Zeitschrift 43 Aufsätze Landaus gebracht, welche in O. Gerland's Fortsetzung von Strieder's hessischer Gelehrtengeschichte (Bd. I S. 334—336) aufgezählt sind. Sie betreffen z. B. Auszüge hessischer Bußregister. Ungedruckte Urkunden des Kaisers Ludwig des Baiern, Zwei Reifen des Landgrafen Ludwig I. von Hessen im J. 1431, die fürstlichen Grabmäler in der Kirche der heiligen Elisabeth zu Marburg, über Weserzölle im 16. Jahrhundert u. dgl. In seinem Werke „Die Rittergesellschaften in Hessen während des 14. und 15. Jahrhunderts“ (Kassel 1840) schilderte L. die Entstehung, die Blüthe und den Verfall von neun solcher Gesellschaften, deren Fehden viel Unheil über Hessen brachten. In Anerkennung dieser Leistungen verlieh ihm die philosophische Facultät in Marburg am 15. September 1846 Ehren halber die Doctorwürde. Sein nächstes Werk war die von ihm auf Veranlassung obigen Vereins bearbeitete „Historisch-topographische Beschreibung der wüsten Ortschaften im Rurfürstenthum Hessen und in der großherzoglich hessischen Provinz Oberhessen“ (5 Hefte, Kassel 1848—58). Hierin sind mit ungemeinem Fleiße die ausgegangenen Orte sowie die verfallenen Befestigungen mit der Eintheilung nach Gauen und Gerichten gebracht. Die 1848 in Kurhessen erfolgte gesetzliche Aufhebung des Jagdrechts auf fremdem Grund und Boden veranlaßte L. zu einer „Geschichte der Jagd und Falknern in beiden Hessen“ (1849), worin von den Jagdzeiten, der Jagdfolge, dem Wildgehege, den Jagddiensten, Jagdschlössern, Thiergärten u. dgl. gehandelt ist. Von allgemeinerer Bedeutung als die genannten Schriften ist Landau's Buch „Die Territorien in Beziehung auf ihre Bildung und ihre Entwickelung“ (Hamburg und Gotha 1854). Er geht darin von der Flurverfassung aus, untersucht die Hufe, ihre Bestandtheile und Arten, die aus den Hufen sich zusammensetzende Mark und kommt so zur Bestimmung der aus den einzelnen Marken sich zusammensetzenden Gaue und deren Ausbildung zu den weltlichen und kirchlichen Territorien. Eigenthümlich ist eine dabei aufgestellte, jedoch vielfach bestrittene Ansicht über eine Dreitheilung des Volks, welche L. noch besonders im „Hessischen Jahrbuch“ (Kassel 1855) dargestellt hat. An dieses Werk (recensirt in der Allg. Monatsschrift für Wissenschaft und Litteratur. Braunschweig 1854. Februar- und Aprilheft), schließt sich Landau's „Saalgut“ (Kassel 1862), worin ausgeführt ist, daß die Obrigkeiten in den Territorien als Entschädigung für ihre Amtsthätigkeit von den Gemeinden Güter erhielten, deren Vergabung an die Großen des Reichs zur Bildung der vielen Staaten geführt habe. (Recension dieses Werkes in der Augsb. Allg. Zeitung 1864, Nr. 267, Beiblatt und Hamburger Nachrichten 1862 Nr. 270.) Wegen dieser Schrift wurde ihm am 6. November 1862 vom König von Sachsen die große goldene|Medaille verliehen. 1853 hatte L. in der Versammlung des Gesammtvereins der deutschen Geschichts- und Alterthumsforscher ein Gutachten über die Bearbeitung einer Beschreibung der deutschen Gaue vorgelegt und, um die Ausführbarkeit des Unternehmens zu zeigen, dort versprochen, mit einer solchen Beschreibung voranzugehen. In der That erschien 1855 seine „Beschreibung des Gaues Wettereiba“, welcher 1357 die „Beschreibung des Hessengaues“ folgte (Kassel, im Selbstverlag, siehe Augsburger Allgem. Zeitung 1858. Nr. 34. Beilage). Die Grenzen der Gaue und der Zehntschaften, aus welchen sie sich zusammensetzten, sind unter Beifügung von Karten auf Grund der Flurbücher, sowie der Abgrenzungen der Gerichtsbezirke und der kirchlichen Sprengel bis ins Kleinste angegeben. Landau's letzte Forschungen waren dem deutschen Hausbau gewidmet. Unterstützt von einigen deutschen Fürsten machte er Reisen, um die Verschiedenartigkeit des Hausbaues in Deutschland aus eigener Anschauung kennen zu lernen. Seine Notizen über die fränkische und altsüchsische sowie über die Bauart zwischen Meißner, Harz und Queis sind im Correspondenzblatt des Vereins der deutschen Geschichts- und Alterthumsforscher (1857—58, Beil. 1; 1859, 1860, 1862) niedergelegt. Auf einer Reise zur weiteren Erforschung des Hausbaues im Sommer 1864 zog sich L. ein Lungenleiden zu, dem er am 15. Februar 1865 erlag. Er hinterließ eine fast vollendete Beschreibung des Oberlahngaues. Eine Reihe seiner Aufsätze über hessische Alterthümer ist enthalten in der landwirthschaftlichen Zeitschrift für Kurhessen, Arndt's Germania, Kölnischen Zeitung, Frankfurter Postzeitung und Hessische Morgenzeitung. L. war correspondirendes und Ehrenmitglied von 10 deutschen Geschichtsvereinen. 1861 hatte er regen Antheil an der Bewegung für Herstellung der kurhessischen Verfassung von 1831 genommen.

    • Literatur

      Gerland, Grundlage zu einer hess. Gelehrten-, Schriftsteller- u. Künstler-Geschichte von 1831 bis auf die neueste Zeit, Bd. I, Kassel 1863.

  • Autor/in

    Wippermann.
  • Empfohlene Zitierweise

    Wippermann, Karl, "Landau, Georg" in: Allgemeine Deutsche Biographie 17 (1883), S. 584-586 unter Landau, Johann Georg [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116670657.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA