Lebensdaten
1845 bis 1915
Geburtsort
Berlin
Sterbeort
Berlin
Beruf/Funktion
Internist
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 116612797 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Ewald, Karl Emil Anton
  • Ewald, Karl Anton
  • Ewald, Karl Emil Anton

Quellen(nachweise)

Verknüpfungen

Von der Person ausgehende Verknüpfungen

Personen in der NDB Genealogie

Verknüpfungen auf die Person andernorts

Weitere Erwähnungen in der NDB/ADB

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Zitierweise

Ewald, Karl Anton, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116612797.html [16.12.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Arnold Ferd. (1815 - n. 1874), Historienmaler (s. ThB), S des Kaufm. Martin (isr., seit 1815 ev.);
    M Auguste Amelung (1817–58) aus Darmstadt;
    Ov Julius (1811–91), Geologe u. Paläontologe (s. ADB 48, Pogg. I, III);
    B Richard s. (2).

  • Leben

    E. studierte in Berlin, Heidelberg und Bonn Medizin, promovierte 1870 in seiner Heimatstadt und war dort bei F. Th. von Frerichs, unter dem er sich auch 1874 habilitierte, 1871-76 Assistent. Nach 12jähriger Tätigkeit als Leiter der Berliner Frauensiechenanstalt (1882 außerordentlicher Professor) übernahm er 1888 die innere Abteilung des Berliner Augusta-Hospitals, an dem er (1909 ordentlicher Honorarprofessor) bis zu seinem Tode verblieb. – E. war ein überaus vielseitiger Forscher, Lehrer und Arzt, der sich neben der inneren Medizin, die er noch vollständig beherrschte, auch vielen sozialen und sozialhygienischen Aufgaben, wie der Erhaltung der Berliner Wälder, der Schaffung von Ferienkolonien für die Jugend, dem Kampf gegen die zu seiner Zeit noch unter den Kindern so überaus häufige Tuberkulose sowie vielen anderen Problemen der Großstadt widmete. Insbesondere aber beschäftigten ihn die Physiologie und Pathologie der Verdauungsorgane, die er in besonderen Vorlesungen auch den Berliner Ärzten vermittelte und in denen er mit A. Kußmaul und W. Leube zu den größten Forschern überhaupt gehört. Im wahrsten Sinne bahnbrechend war seine Einführung des seitdem jedem Praktiker vertrauten weichen Magenschlauches, durch den die Diagnostik der Magenkrankheiten um ein großes Stück vorangetrieben wurde. Sein wie viele andere seiner Veröffentlichungen ebenfalls ins Englische übersetztes Hauptwerk, die „Klinik der Verdauungskrankheiten“ (3 Bände, 1879-1902, I, II 31890/93), wurde schnell zu dem in der ganzen Welt grundlegenden Buche auf diesem Gebiet, aber auch die Kenntnis der Leber- und Schilddrüsenkrankheiten sowie die Diät- und Ernährungslehre wurden durch bedeutende Arbeiten von ihm entscheidend gefördert. Sein Name lebt in dem „Boas-Ewaldschen Probefrühstück“ fort. – GMR.

  • Literatur

    K. Posner, in: Berliner klin. Wschr. 52, 1915, S. 1013;
    H. Strauß, ebd., S. 1054-56;
    Kuttner, in: Dt. med. Wschr. 41, 1915, S. 1318 f. (P);
    M. Wolff, in: Med. Klinik 11, 1915, S. 1117 f.;
    Fischer (W, P);
    DBJ I (Tl. 1915, L).

  • Autor/in

    Wilhelm Katner
  • Empfohlene Zitierweise

    Katner, Wilhelm, "Ewald, Karl Anton" in: Neue Deutsche Biographie 4 (1959), S. 695 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116612797.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA