Lebensdaten
1839 bis 1901
Geburtsort
Braunschweig
Sterbeort
München
Beruf/Funktion
Forstbotaniker
Konfession
evangelische Familie
Normdaten
GND: 116490780 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Hartig, Heinrich Julius Adolph Robert
  • Hartig, Robert
  • Hartig, Heinrich Julius Adolph Robert

Verknüpfungen

Von der Person ausgehende Verknüpfungen

Personen in der NDB Genealogie

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Zitierweise

Hartig, Robert, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116490780.html [12.12.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Theodor (s. 3);
    Braunschweig 1869 Adolfine (* 1849), T d. Stadtgerichtsdir. Adolph Geller in B. u. d. Frieder. Georgine Elise Rudolphi;
    1 T Edith ( Karl Frhr. v. Tubeuf, 1862–1941, Prof. d. Pflanzenphysiol. in M.).

  • Leben

    Nach dem Studium der Forstwissenschaft 1861-63 an der Forstlichen Abteilung des Collegium Carolinum in Braunschweig hörte H. in Berlin juristische und kameralistische Vorlesungen. 1867 wurde er nach Eberswalde berufen, um Vorlesungen in Botanik und Zoologie zu halten, nachdem er kurze Zeit in der Staatsforstverwaltung in Braunschweig und Hannover tätig gewesen war. 1878 erfolgte H.s Berufung als Professor der Botanik nach München und seine Ernennung zum Vorstand der botanischen Abteilung der Forstlichen Versuchsanstalt. – Schon frühzeitig trat H. durch seine wissenschaftliche Tätigkeit hervor. Bei seinen Zuwachsuntersuchungen entwickelte er die bereits vom Vater angewandte Methode des „Weiserbestandesverfahrens“ weiter. Immer mehr wandte er sich der Botanik zu. Durch seine vielen, sich auf zeitraubende Einzeluntersuchungen stützenden Abhandlungen und selbständigen Schriften wurde H. zum Begründer der Holzpathologie. Die Pilzkrankheiten der Waldbäume gehörten zu seinem Arbeitsbereich.

  • Werke

    W u. a. Vgl. Unterss. üb. Wachstumsgang u. Ertrag d. Rotbuche u. Eiche im Spessart, d. Rotbuche im östl. Wesergebirge, d. Kiefer in Pommern u. d. Weißtanne im Schwarzwald, 1865;
    Über d. Dickenwachstum d. Waldbäume, 1870;
    Wichtige Krankheiten d. Waldbäume, 1874;
    Lehrb. d. Pflanzenkrankheiten, 1900. In s.Unterss. aus d. forstbotan. Inst.“, die in rascher Folge erschienen, sind viele pilzl. Baumparasiten beschrieben.

  • Literatur

    Dingler, in: Forstwiss. Cbl. 24, 1902, S. 1-5;
    E. P. Meinecke, in: Allg. Forst- u. Jagdztg. 78, 1902, S. 129-31;
    O. Renner, in: Geist u. Gestalt, Biogr. Btrr. z. Gesch. d. Bayer. Ak. d. Wiss. II, 1959, S. 265 f.;
    Fürst, in: BJ VI, S. 93-95 (W, L, u. Tl. 1901, L).

  • Autor/in

    Kurt Mantel
  • Empfohlene Zitierweise

    Mantel, Kurt, "Hartig, Robert" in: Neue Deutsche Biographie 7 (1966), S. 712 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116490780.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA