Lebensdaten
1875 bis 1957
Geburtsort
Rittergut Lohne (Hannover)
Sterbeort
Bad Kissingen
Beruf/Funktion
Gynäkologe
Konfession
lutherisch
Normdaten
GND: 116468939 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Gauß, Carl Joseph

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Zitierweise

Gauß, Carl Joseph, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116468939.html [19.12.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Carl (1849–1927), Rittergutsbes., S d. Joseph (s. Gen. 1) u. d. Arzt-T Sophie Erythropel;
    M Anna (1850–1900), T d. Domänenpächters Diedrich Ebmeyer in Stolzenau u. d. Henriette Delius;
    Düsseldorf 1919 Magdalene (* 1886), verw. Lindenberg, T d. Rudolf Bingel (1841–1909), KR, stellv. Gen.dir. d. Gelsenkirchner Bergwerks-AG, u. d. Mathilde Hohendal; kinderlos; 2 Stief- u. Adoptiv-K.

  • Leben

    G. studierte in Tübingen, Erlangen, Kiel, Würzburg und München, wo er 1898 promovierte und 1899 das Staatsexamen ablegte. Nach Assistententätigkeit bei Orth und Esmarch in Göttingen widmete er sich der Fachausbildung in Geburtshilfe und Gynäkologie. Er arbeitete in Berlin unter Olshausen und Bessel-Hagen sowie in Freiburg unter Krönig und Opitz. 1909 habilitierte er sich, wurde 1913 außerordentlicher Professor und 1921 Leiter der Gynäkologischen Abteilung des Diakonissenkrankenhauses in Freiburg. 2 Jahre später erhielt er ein Ordinariat in Würzburg, wo er bis 1945 als Direktor der Universitäts-Frauenklinik und Hebammenschule wirkte. Nach Bad Kissingen übergesiedelt, war der Hochbetagte 1947-1955 noch Chefarzt der Geburtshilflich-gynäkologischen Abteilung des Sankt Elisabeth-Krankenhauses. - G. hat sich neben Krönig um die Einführung des Dämmerschlafs in die Geburtshilfe verdient gemacht und zusammen mit Wieland die Narcylennarkose entwickelt. Er veröffentlichte wertvolle Beiträge zur Strahlentherapie in der Frauenheilkunde sowie über Fragen der gynäkologischen Urologie und der Gonorrhoe der Frau. Die praktische Geburtshilfe verdankt ihm unter anderem die Beschreibung eines nach ihm benannten Schwangerschaftszeichens (abnorm starke Beweglichkeit der Gebärmutter im Isthmus) (Zentralblatt für Gynäkologie 50, 1926, S. 875)|.

  • Auszeichnungen

    Ehrenmitgl. d. Dt. Ges. f. Geburtshilfe u. Gynäkol., Ehrenpräs. d. Paracelsus-Ges..

  • Werke

    Weitere W u. a. Röntgentiefentherapie, ihre therapeut. Grundlagen u. ihre klin. Erfolge, 1912 (mit Lembcke);
    Die Erkrankungen d. weibl. Harnorgane, in: E. Opitz, Hbd. d. Frauenheilkde., 51927;
    Die Röntgentherapie d. Myome u. hämorrhag. Metropathien, in: Lehrb. d. Strahlentherapie IV, Gynäkol., 1927/29;
    Die dt. Geburtshelferschulen, 1956 (mit B. Wilde);
    Atlas d. geburtshilfl. Röntgen-Diagnostik, 1959 (mit R. Schmiemann);
    Atlas d. geburtshilfl.-gynäkolog. Cystoskopie (mit A. G. G. Schmidt) (in Vorbereitung). - Mithrsg.: Archiv f. Gynäkol.;
    Zs. f. Geburtshilfe u. Gynäkol;
    Strahlentherapie;
    Schmerz - Narkose - Anaesthesie.

  • Literatur

    H. Eymer, in: Strahlentherapie 54, 1935, S. 373-76 (P);
    K. Burger, in: Zbl. f. Gynäkol. 79, 1957, S. 609-12 (W, P);
    Dt. Gynäkologenkal., 1928, S. 77-79 (W);
    Dt. Chirurgen-Verz., 31938, S. 192-95 (W);
    Dt. Gynäkologen-Verz. 1939, S. 127-31 (W);
    Fischer;
    Rhdb. (P);
    Kürschner, Gel.-Kal., 1926-54 (W).

  • Autor/in

    Liselotte Buchheim
  • Empfohlene Zitierweise

    Buchheim, Liselotte, "Gauß, Carl Joseph" in: Neue Deutsche Biographie 6 (1964), S. 107 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116468939.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA