Lebensdaten
1737 bis 1810
Geburtsort
Dresden
Sterbeort
Mückenberg (Niederlausitz)
Beruf/Funktion
sächsischer Minister ; Eisenindustrieller
Konfession
evangelisch?
Normdaten
GND: 116425431 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Einsiedel, Detlev Carl Graf von
  • Einsiedel, Detlev Karl Graf von
  • Einsiedel, Detlev Carl Graf von

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Zitierweise

Einsiedel, Detlev Karl Graf von, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116425431.html [12.12.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Joh. Gg. (Reichsgraf 1745, 1692-1760), auf Seidenberg, Wolkenburg usw., sächsischer Kammerherr u. Hofmarschall, S des Hans Haubold (1654–1700), auf Seidenberg usw., sächsischer GR u. Oberhofmeister, u. der Anna Sophia v. Rumohr;
    M Eva Charl. Frieder. (1705-58), T des Joachim Frdr. Gf. v. Flemming (1665–1740), sächsischer Gen., u. der Charl. Christiane v. Watzdorf;
    B Joh. Gg. s. (6);
    1) Lichtenstein 1764 Sidonie Albertine (1745–87), T des Wilh. Gf. zu Schönburg-Lichtenstein u. der Wilhelmine Gfn. zu Solms-Utphe, 2) Dresden 1791|Joh. Amalie (1750–1810), Wwe des Joh. Aug. Heinr. v. Röder ( 1782), kursächsischer WGR u. Konferenzminister, T des Oberstleutnant Frdr. Wilh. v. Pannwitz;
    7 S, 6 T aus 1), u. a. Karl (1770–1841), kursächsischer WGR u. Gesandter, Detlev s. (3), Ferd. (1775–1833), im preußischen Staatsdienst, 1811 Oberbergmeister v. Oberschlesien, seit 1819 als Berghauptmann v. Schlesien für die Durchführung der Pläne v. F. A. v. Heynitz u. F. W. Gf. v. Reden tätig.

  • Leben

    E. war kursächsischer Obersteuerdirektor und gehörte als Konferenzminister dem Geheimen Rat an. 1776 erwarb er im Erbgang das Eisenwerk Lauchhammer. Raseneisenstein-Funde in dem zur kursächsischen Niederlausitz gehörigen Gebiet der Schwarzen Elster, der Holzreiditum der Umgebung und die Möglichkeit zur Nutzung zahlreicher Wasserläufe als Kraftquelle hatten die Eigentümerin des Rittergutes Mückenberg, Frau von Löwendal, 1725 zur Errichtung dieses Hochofen- und Hammerwerkes am Abfluß der Lauchteiche veranlaßt. E. dehnte den Werksbesitz durch den Erwerb des Eisenwerks Burghammer bei Hoyerswerda und durch Gründung der Eisenwerke Gröditz und Berggießhübel aus. Auf dem Gebiet der Hochofen-, Gießerei- und Emailliertechnik hat er dazu beigetragen, die Eisenindustrie des mitteldeutschen Raumes von ihrer Rückständigkeit freizumachen. Zur Ermittlung fortschrittlicher Methoden bediente er sich eines eigenen Laboratoriums und engster Zusammenarbeit mit der Bergakademie Freiberg (Wilhelm August Lampadius). Besonderes Interesse widmete er ferner dem Eisenkunstguß.

  • Literatur

    A. v. W[elck], Dem Gedächtnis d. Conferenzmin. D. C. Gf. v. E.u. s. Kinder, 1940 (P, auch v. Fam., auch f. S Detlev); weitere L b. S Detlev s. (3). – Zu S Ferd.:
    A. Perlick, Oberschles. Berg- u. Hüttenleute, 1953, S. 94 f.

  • Portraits

    Gem. v. A. Graff (früher Schloß Wolkenburg).

  • Autor/in

    Walter Döring, Gerhard Schmidt
  • Empfohlene Zitierweise

    Döhring, Walter; Schmidt, Gerhard, "Einsiedel, Detlev Karl Graf von" in: Neue Deutsche Biographie 4 (1959), S. 399-400 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116425431.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA