Lebensdaten
1870 bis 1946
Geburtsort
Hagenbach (Pfalz)
Sterbeort
München-Fürstenried
Beruf/Funktion
Kirchenrechtler
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 116417781 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Eichmann, Eduard

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Zitierweise

Eichmann, Eduard, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116417781.html [14.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Nikolaus, Landwirt, S des Landwirts Phil. Jakob;
    M Margaretha, T des Johannes Gg. Hummel.

  • Leben

    E. studierte Theologie und Rechtswissenschaft in Würzburg, Trier, Straßburg und wurde am 1.8.1895 in Würzburg zum Priester geweiht. Nach 3jähriger Tätigkeit als Kaplan in Rottendorf und am Julius-Spital in Würzburg ging er zu juristischen Studien nach München, promovierte 1904 (Dr. iur.) und wurde 1905 zum außerordentlichen Professor des Kirchenrechts an der deutschen Universität Prag ernannt (ordentlicher Professor 1909). Von Prag aus promovierte er in Freiburg (Breisgau) zum Dr. theol. (1909). 1913 folgte E. einem Ruf an die Universität Wien und 1918 an die Universität München (1936 emeritiert). 1946 übernahm er an der wieder erstandenen theologischen Fakultät die Vertretung des eigenen Lehrstuhles, dessen Wiederbesetzung den Anlaß zur Schließung der Fakultät (1939) gegeben hatte. – Das Schaffen E.s ist geprägt durch die Verbindung von rechtsgeschichtlicher und rechtsdogmatischer Forschung. Das Verhältnis von Kirche und Staat zog den jungen Gelehrten an und ließ den gereiften Forscher nicht mehr los. Als 70jähriger gab E. eine Darstellung der abendländischen Kaiserkrönung, die er als sein Lebenswerk bezeichnet hat. Sein „Lehrbuch des Kirchenrechts auf Grund des Codex Iuris Canonici“ (8. Auflage, herausgegeben von K. Mörsdorf, 3 Bände, 1956/57) ist, ständig erweitert und vertieft, zum Standardwerk des katholischen Kirchenrechts im deutschen Sprachgebiet geworden. – 1929/30 Rektor, Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Vizepräsident der Görresgesellschaft; Vorsitzer der Sektion für Rechts- und Staatswissenschaft und Mitherausgeber ihrer Schriftenreihe.

  • Werke

    Verz. s. E.-Festschr., 1940, S. 685 ff. (P); dazu: Der Kaiserordo v. Apamea, in: HJb. 60, 1940, S. 453-77;
    Zur Symbolik d. Herrscherkrone im MA, in: Festschr. Anton Notter, 1941, S. 180-207;
    Die Kaiserkrönung im Abendland, 2 Bde., 1942;
    Weihe u. Krönung d. Papstes im MA, hrsg. v. K. Mörsdorf, = Münchner Theol. Stud., kan. Abt. I, 1951.

  • Literatur

    M. Schmaus, Gedächtnisansprache f. E. E. in d. Univ.kirche in München, = Beil. z. Klerusbl., 1946;
    N. Hilling, in: Archiv f. kath. Kirchenrecht 123, 1948, S. 109-13;
    K. Mörsdorf, E. E. zum Gedächtnis, in: Aus d. Theol. d. Zeit, hrsg. i. A. d. Theol. Fak. München v. G. Söhngen, 1948, S. 137-43.

  • Portraits

    Ölgem. v. Hirsch (im Bes. d. Schw Maria E., München);
    Medaillon v. Ostermaier an d. Stirnseite (zur Ludwigstraße) d. Südostflügels d. Univ. München.

  • Autor/in

    Klaus Mörsdorf
  • Empfohlene Zitierweise

    Mörsdorf, Klaus, "Eichmann, Eduard" in: Neue Deutsche Biographie 4 (1959), S. 383 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116417781.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA