Lebensdaten
1845 bis 1906
Geburtsort
Friedberg (Oberhessen)
Sterbeort
Magdeburg
Beruf/Funktion
Versicherungsfachmann
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 116386282 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Hahn, Ferdinand

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Zitierweise

Hahn, Ferdinand, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116386282.html [17.12.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Heinrich (1814–71), Kaufm. in F., dann Versicherungs-Gen.agent in Frankfurt/M., S d. Urias, Gutsbes. u. Steuerbeamter in Weckesheim, u. d. Susanna Maria Glockengießer (beide aus Landwirtsfam.);
    M Johannette (1823–99), T d. Baders Heinr. Oswald in Butzbach u. d. Marie Zippelius;
    B Karl (1853–1921), Versicherungsdir., Vorsitzender d. Berliner Feuerassekuranz-Clubs;
    - Magdeburg 1870 Martha (1851–1915), T d. Frdr. Koch ( 1890), seit 1858 Gen.dir. d. Magdeburger Hagelversicherungs-Ges., u. d. Therese Doerk;
    1 S, 6 T, u. a. Heinrich (1874–1930), Gen.dir. d. „Wilhelma“ Allg. Versicherungs-Ges. AG, Anniebeth ( Fritz Baensch, 1870–1913, Malzfabr. „Blanke u. Schmidt“ in M.), Uta (* 1877), Sängerin, Therese ( Ferd. Rautmann, 1866–1908, Gen.dir. d. Magdeburger Hagelversicherung).

  • Leben

    H. studierte 1862-66 Rechtswissenschaft in Leipzig und in Gießen, wo er zum Dr. iur. promoviert wurde. 1868 verließ er den hessischen Staatsdienst und wurde Inspektor der Magdeburger Feuerversicherungs-Gesellschaft. Nach dem Tode seines Vaters übernahm er dessen Generalagentur in Frankfurt a. M. für die Magdeburger Versicherungsgruppe; in dieser Eigenschaft widmete er sich besonders dem landwirtschaftlichen Geschäft. Der inzwischen zum Subdirektor ernannte H. wurde 1889 als Direktor nach Magdeburg berufen und ein Jahr später zum Generaldirektor der Magdeburger Allgemeinen Versicherungs-AG, der er unter Änderung der Statuten den Namen „Wilhelma“ gab, und der Magdeburger Hagelversicherungs-Gesellschaft gewählt. Gleichzeitig trat er in die Verwaltungsräte der Magdeburger „Feuer“ und „Rück“ ein. Neben anderen Ehrenämtern führte er den Vorsitz in zahlreichen Versicherungsverbänden; ferner gehörte er dem preußischen Versicherungsbeirat und dem des Aufsichtsamtes für Privatversicherung an. Große Verdienste erwarb sich der Praktiker H. um die Förderung der Versicherungswissenschaft. Von ihm stammt die Satzung des Deutschen Vereins für Versicherungswissenschaft e. V., den er von 1901 bis zu seinem Tode als Vorsitzender leitete. H. hat einen maßgebenden Einfluß auf die Gestaltung der Versicherungsbedingungen für die Feuer-, Unfall- und Haftpflichtversicherung ausgeübt sowie als Berater der Reichsregierung bei den Entwürfen zur Gesetzgebung über das private Versicherungswesen in entscheidender Weise mitgewirkt.

  • Werke

    Eine Feuerlösch-Rentenbank, Anregung z. Verbesserung d. Feuerlöschwesens auf d. Lande, in: Mittelrhein. Verbands-Kal. f. 1879;
    Haftpflicht u. Unfallversicherung, 1882;
    Über d. Haftpflichtversicherung v. Personen in Vertrauensstellungen, in: Zs. f. d. gesamte Versicherungs-Wiss. 2, 1902, S. 318.

  • Literatur

    A. Manes, in: Zs. f. d. gesamte Versicherungs-Wiss. 7, 1907, vor S. 1 (P);
    ders., in: Versicherungslex., 31930, Sp. 741;
    C. v. Rasp, in: Dt. Ver. f. Versicherungs-Wiss. (E. V.) zu Berlin, 1907, S. 31-38;
    100 J. Magdeburger Hagelversicherungs-Ges., 1952;
    BJ XI (Tl. 1906).

  • Autor/in

    Peter Koch
  • Empfohlene Zitierweise

    Koch, Peter, "Hahn, Ferdinand" in: Neue Deutsche Biographie 7 (1966), S. 505 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116386282.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA