Lebensdaten
1834 bis 1908
Geburtsort
Hamburg
Sterbeort
Frankfurt/Main
Beruf/Funktion
evangelischer Theologe
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 116379669 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Ehlers, Rudolph
  • Ehlers, Rudolf

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Zitierweise

Ehlers, Rudolph, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116379669.html [20.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Rudolph Wilh. ( 1866), Inh. u. Leiter einer Privatknabenschule in Hamburg;
    M Emilie Hamelmann ( 1894);
    1859 Marie, T des Stadtarchivregistrators Faaß aus Hamburg;
    1 S, 3 T.

  • Leben

    E. studierte Theologie und Philosophie in Heidelberg (R. Rothe), Berlin und Göttingen, wo er mit einer Dissertation über Augustini de origine mali doctrina sein Studium abschloß. – Seine theologische und kirchliche Haltung war weitherzig. In seiner ersten Gemeinde Stolberg (Rheinland) gelang es ihm, der selber aus einer lutherischen Gemeinde (Hamburg) stammte, 1861 die lutherische und die reformierte Gemeinde zu einer unierten zu vereinen, deren Pfarrer er wurde. 1864 wurde er zum Pfarrer der deutschen evangelisch-reformierten Gemeinde Frankfurt/Main gewählt. Er warnte diese vor dem beliebten Spielen mit freikirchlichen Gedanken. Als überzeugter Preuße war er trotz schärfster Kritik an der preußischen Orthodoxie für den Anschluß an die preußische Landeskirche. 1899 Oberkonsistorialrat im neuen, Lutheranern und Reformierten gemeinsamen Konsistorium der Frankfurter Landeskirche. E. war einer der bedeutendsten Prediger im damaligen Frankfurt. Unter dem Titel „Konfirmanden-Unterricht für Konfirmierte“ (1905) wurde sein Gedankengang über das Englische ins Japanische übersetzt, er gehörte 1884 zu den Gründern des in Japan arbeitenden Allgemeinen evangelisch-protestantischen Missionsvereins (heute Ostasienmission genannt). Zusammen mit H. Bassermann gab er 1879-1900 die von der Kritik alsbald als „liberal“ angegriffene „Zeitschrift für praktische Theologie“ heraus. Karitativ stand E. in fruchtbarer Zusammenarbeit mit den in Frankfurt bodenständigen paritätischen Wohlfahrtsbestrebungen, Rotes Kreuz, Krankenpflegerinnen-Institut, Pestalozziverein zur Erziehung sittlich-gefährdeter Kinder, Idiotenanstalt Calmenhof in Idstein.

  • Werke

    Weitere W u. a. Predigtslgg.: Ev. Predigten, 1873; Das alte Gesetz u. d. neue Zeit, Die Zehn Gebote f. d. Gegenwart ausgelegt, 1877;
    Bilder|aus d. Leben d. Apostels Paulus, 1886;
    Aus festl. Stunden, 1895;
    Das Apostol. Glaubensbekenntnis, 1898;
    Als die Sterbenden u. siehe, wir leben, 1909;
    ferner: Richard Rothe, = Männer d. Wiss. 11, 1906; D. Joh. Christoph Spieß, 1908.

  • Literatur

    F. Nippold, in: Frankfurter Ztg., 1908, Nr. 225;
    E. Foerster, in: Frankfurter Kirchenkal. 22, 1910, S. 40-43;
    R. E., Lb. e. ev. Theol. aus s. Briefen, 1912 (P);
    BJ XIII (Tl. 1908, L).

  • Autor/in

    Wilhelm Lueken
  • Empfohlene Zitierweise

    Lueken, Wilhelm, "Ehlers, Rudolph" in: Neue Deutsche Biographie 4 (1959), S. 348 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116379669.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA