Lebensdaten
1809 bis 1872
Geburtsort
Battenberg (Hessen)
Sterbeort
Stuttgart
Beruf/Funktion
Theaterleiter
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 116357754 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Gall, Ferdinand Wilhelm Adam Freiherr von
  • Gall, Ferdinand Freiherr von
  • Gall, Ferdinand Wilhelm Adam Freiherr von

Objekt/Werk(nachweise)

Verknüpfungen

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Zitierweise

Gall, Ferdinand Freiherr von, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116357754.html [14.12.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Karl (1773–1861), hessen-darmstädt. WGR u. Landjägermeister, S d. Wilh. Rud. Dan. Phil. v. G., wittgenstein. Hofmarschall, u. d. Albertine v. Curti;
    M Henriette (1777–1841), T d. Ernst Adolph Grüter ( 1795), Oberst, u. d. Henr. Agnese Brender v. Widderstein;
    Ov Ludwig (1769–1815), hessen-darmstädt. Gen.-Major; Cousine Luise (1815–55, 1843 Levin Schücking, 1883, Schriftsteller), Schriftstellerin;
    Oldenburg 1835 Leonore (1806–78, Cousine), T d. Frdr. v. Gall (1770–1839), oldenburg. Hofmarschall (s. NND 16), u. d. Leonore v. Linstow;
    2 T;
    N August (1846 bis 99), Dr. phil., Schuldir. (s. M. Pasch, in: Hess. Biogr. I, 1918, S. 454 f., W), Karl (1847–1926), preuß. Gen. d. Inf. (s. Wi. 1922);
    Groß-N August (1872–1946), Prof d. Theol. (AT) in Gießen (s. RGG).

  • Leben

    Nach dem Studium der Rechtswissenschaft in Gießen und Heidelberg wurde G. Assessor am Hofgericht Gießen. Durch familiäre Verbindungen kam er nach Oldenburg, wo er 1835 heiratete und Kammerherr wurde. G. entwarf 1837 die Satzungen zu einem Kartellverein der Bühnen und hatte damit maßgeblichen Anteil an der Verwirklichung eines von Theodor von Küstner verfolgten Planes, der zur Gründung des Deutschen Bühnenvereins führte. 1842 ernannte ihn Großherzog Paul Friedrich August zum Intendanten des Hoftheaters Oldenburg. G. setzte sich die Hebung des geistigen und gesellschaftlichen Niveaus des Theaters zum vordringlichen Ziel und trat besonders für eine Reform in der Besetzung von Dramaturgenstellen ein. Sein Hauptwerk „Der Bühnen-Vorstand“ (1844) verbreitete seine Ideen über die Theater ganz Deutschlands. 1846 ging G. als Intendant des königlichen Hoftheaters nach Stuttgart. Trotz Intrigen und Anfeindungen leitete er dieses Theater bis 1869. Nach seinem Rücktritt beschloß der berufene Reformer und Organisator des Theaters seine Laufbahn als königlicher Zeremonienmeister.

  • Werke

    Weitere W u. a. Reise durch Schweden im Sommer 1836, 1837;
    Vorschläge zu e. dt. Theater-Cartel, 1837;
    Paris u. s. Salons, 1844/45.

  • Literatur

    E. v. Reden, Die Reformvorschläge d. Intendanten F. v. G. u. ihre unmittelbare Wirkung auf d. Dramaturgenposten an d. dt. Bühne, 1931 (L, P).

  • Portraits

    Phot. (Köln, Inst. f. Theaterwiss. d. Univ.).

  • Autor/in

    Günter Ristow
  • Empfohlene Zitierweise

    Ristow, Günter, "Gall, Ferdinand Freiherr von" in: Neue Deutsche Biographie 6 (1964), S. 44 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116357754.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA