Lebensdaten
1871 bis 1940
Geburtsort
Liegnitz
Sterbeort
Düsseldorf
Beruf/Funktion
Medizinhistoriker
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 116350768 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Haberling, Wilhelm Gustav Moritz
  • Haberling, Wilhelm
  • Haberling, Wilhelm Gustav Moritz

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Zitierweise

Haberling, Wilhelm, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116350768.html [16.12.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Conrad, Dr. med., Kreisphysikus;
    M Emma Hüttner; Vorfahr Joh. Siegmund Hahn ( 1742), Arzt (s. NDB VII);
    Mayen 1915 Elseluise ( 1945 [?], s. W), T d. Emil Meyer-Becherer, Geh. Baurat, u. d. Elisabeth Becherer.

  • Leben

    H. studierte in Breslau, Königsberg und Marburg Medizin (Promotion 1895 in Königsberg), wurde aktiver Militärarzt und stieg bis zum General-Oberarzt auf. Er erhielt eine bakteriologische und chirurgische Ausbildung in Berlin und Rostock, wo er zwei Jahre unter Garrè an der Chirurgischen Universitäts-Klinik tätig war. 1900 kam er nach Düsseldorf und nach dem 1. Weltkrieg als Oberregierungs-Medizinalrat nach Koblenz. Bereits vor dem Kriege hielt er in Köln Vorlesungen in Geschichte der Medizin, habilitierte sich 1914 an der Medizinischen Akademie Düsseldorf für dieses Fach, wurde 1923 außerordentlicher Professor und erhielt 1931 ein eigenes Institut. H. galt als hervorragender Vortragender und begeisternder Lehrer von unermüdlicher Schaffenskraft. Er betreute zahlreiche Dissertationen, die zum Teil in den 1937 von ihm begründeten „Düsseldorfer Arbeiten zur Geschichte der Medizin“ erschienen sind. Auf dem Gebiete der Militärmedizin blieb H. jahrzehntelang der führende Historiker. Bedeutend waren seine Studien zur ärztlichen Standeskunde, Geschichte der Chirurgie und Hygiene sowie zur medizinischen Lokalgeschichte, so sein Buch über den rheinischen Physiologen Johannes Müller (1924) mit über 100 bis dahin unbekannten Briefen dieses Gelehrten. Bleibende Verdienste erwarb sich H. um die medizinhistorische Biographie und Bibliographie.|

  • Auszeichnungen

    Sudhoff-Medaille (1935).

  • Werke

    Weitere W u. a. Die altröm. Militärärzte, 1910;
    Das Dirnenwesen in d. Heeren u. s. Bekämpfung, in: Zs. f. Bekämpfung d. Geschlechtskrankheiten 15, H. 2/5, 8/10, 1914;
    Die Verwundetenfürsorge in d. Heldenliedern d. MA, 1917;
    Die Entwicklung d. Kriegsbeschädigtenfürsorge v. d. ältesten Zeiten b. z. Gegenwart, 1918;
    German Medicine, übers. v. J. Freund, New York 1934;
    Die Gesch. d. Düsseldorfer Ärzte u. Krankenhäuser b. z. J. 1907, 1936. - Mithrsg. bzw. Mitarb.: BLÄ;
    Mitt. z. Gesch. d. Med. u. d. Naturwiss., 1928-40;
    Sudhoffs Archiv f. Gesch. d. Med. u. d. Naturwiss., 1937–40. - Zu Ehefrau Elseluise: Btrr. z. Gesch. d. Hebammenstandes, I. Der Hebammenstand in Dtld. v. s. Anfängen b. z. 30j. Krieg, 1940.

  • Literatur

    P. Diepgen, in: Mitt. z. Gesch. d. Med., d. Naturwiss. u. d. Technik 39, 1940, S. 90-101 (W-Verz. v. R. Zaunick, P);
    Atti e memorie della Accademia di Storia dell’Arte Sanitaria, 2. Ser., VI, Rom 1940, S. 341-43;
    Fischer.

  • Autor/in

    Liselotte Buchheim
  • Empfohlene Zitierweise

    Buchheim, Liselotte, "Haberling, Wilhelm" in: Neue Deutsche Biographie 7 (1966), S. 396 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116350768.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA