Lebensdaten
1745 bis 1814
Geburtsort
Lauban (Oberlausitz)
Sterbeort
Dresden
Beruf/Funktion
Hebraist ; Orientalist
Konfession
lutherisch
Normdaten
GND: 116315407 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Anton, Konrad Gottlob

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Zitierweise

Anton, Konrad Gottlob, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116315407.html [15.12.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Konrad Anton, Gürtler in Lauban;
    M Maria Magdalene, T des Sattlers Martin Zimmer in Lauban;
    Vt Karl Gottlob von Anton (s. 3);
    Wittenberg 23.9.1776 Caroline Louise Sophie, T des Konsistorialprotonotarius Johann Friedrich Lüder in Wittenberg;
    S Karl Gottlieb Anton (s. 2).

  • Leben

    A. hielt nach seinem Studium in Leipzig dort seit 1770 Vorlesungen und wirkte 1775-1813 als Professor der orientalischen Sprachen und der klassischen Philologie in Wittenberg. Er versuchte in einer Abhandlung von der alten hebräischen Tonkunst und einer Erklärung des Hohenliedes (1800) die hebräischen Liedmelodien zu bestimmen; ferner bemühte er sich um schematische Sonderung der messianischen Weissagung (1786) und eine Umdeutung des Buches Jona (1794). Musikgeschichtlich können seine Werke nur als Kuriosa gewertet werden.

  • Literatur

    ADB I;
    Karl Gottlieb Anton, Zum Andenken an K. G. A., Progr. Görlitz 1816 (W);
    W. Friedensburg, Gesch. d. Univ. Wittenberg, 1917, S. 591. 608, 625; s. a.
    Register z. Neuen Lausitz. Mgz. 76, 1900, S. 5.

  • Autor/in

    Bruno Sauer
  • Empfohlene Zitierweise

    Sauer, Bruno, "Anton, Konrad Gottlob" in: Neue Deutsche Biographie 1 (1953), S. 319 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116315407.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA

  • Leben

    Anton: Konrad Gottlob A., geb. 1745, 4. Juli 1814; war Professor der orientalischen Sprachen zu Wittenberg. Von ihm erschien unter dem Titel: ... „Rationem prophetias Messianas interpretandi certissimam nostraeque aetati accommodatissimam exponit C. S. Anton“, Dessau 1786 ein Versuch, die messianischen Weissagungen nach einem nicht recht haltbaren und in sich selbst wenig klaren Schematismus in 7 Klassen zu sondern, vgl. Rosenmüller, Handbuch f. d. Litt, bibl. Kritik und Exegese IV. 146 Bekannter noch ist seine in Paulus' N. Repert. III. 36 ff. sich befindende „Abhandlung von der alten hebräischen Tonkunst“, in welcher er die Accente als musitalische Noten erklärte und danach die Melodie der hebräischen Lieder bestimmen wollte. Eine weitere Ausführung dieses Gedankens gab eine musikalische Erklärung des Hohenliedes „Salomonis carmen melicum, Viteb. et Lips. 1800“. — Außerdem schrieb er: „De verisimillima librum Jonae interpretandi ratione“ 1794, eine seltsame Umdeutung des prophetischen Buches und „Nova loci 1. Sam. 6, 19 interpretandi ratio“, Viteb.|1780, ein verfehlter Versuch die unmögliche Wortstellung in der Zahlangabe dieses Verses zu erklären. — Weiteres Biographisches findet sich in dem seiner Erinnerung gewidmeten Programme seines Sohnes Karl Gottlieb Anton, Görlitz 1816.

  • Autor/in

    Siegfried.
  • Empfohlene Zitierweise

    Siegfried, "Anton, Konrad Gottlob" in: Allgemeine Deutsche Biographie 1 (1875), S. 497-498 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116315407.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA