Lebensdaten
1860 bis 1912
Geburtsort
Braunschweig
Sterbeort
Tübingen
Beruf/Funktion
Paläontologe ; Geologe
Konfession
keine Angabe
Normdaten
GND: 116309229 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Koken, Ernst

Verknüpfungen

Von der Person ausgehende Verknüpfungen

Personen in der NDB Genealogie

Verknüpfungen auf die Person andernorts

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Zitierweise

Koken, Ernst, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116309229.html [11.12.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Hermann (1819–1908), Kreisdir. in B., S d. Joh. Christian (1779–1857), Schulrat, Prof. u. Gymnasialdir. in Holzminden, u. d. Friederike Erdmuthe Steinacker;
    M Anna (1829–89), T d. Karl Steinacker (1801–47), Advokat u. Notar, Präs. d. Landstände d. Hzgt. Braunschweig, u. d. Agathe Friederike Kind; ledig.

  • Leben

    K. studierte 1880-84 Naturwissenschaften in Göttingen, Zürich und Berlin. 1884 wurde er in Berlin zum Dr. phil. promoviert und trat als Assistent ins Museum für Naturkunde ein, wo man ihn vor allem bei der Neuordnung der paläontologischen Sammlung einsetzte. Er habilitierte sich 1888 und war 1887-91 als Privatdozent für Geologie und Mineralogie an der Universität Berlin tätig. 1891 wurde er als ordentlicher Professor in denselben Fächern nach Königsberg berufen, 1895 folgte er einem Ruf nach Tübingen, wo er bis zu seinem Tode wirkte. – K.s wissenschaftliche Bedeutung liegt sowohl in seinen ausgedehnten paläontologischen und geologischen Forschungen als auch in seiner Mitarbeit an den führenden Fachzeitschriften Paläontographica, Paläontologische Abhandlungen, Centralblatt für Mineralogie (mit Bauer und Liebisch) und Neues Jahrbuch für Mineralogie, Geologie und so weiter. Seine Lehrbücher wurden zu unentbehrlichen Arbeitsmitteln. Paläontologisch steht bei K. die Erforschung der Fischotolithen Norddeutschlands, der Saurier der norddeutschen Kreideformation, der Säugetiere Chinas und der Gastropoden des Paläozoikums und des Trias im Vordergrund. Auf geologischem Gebiet befaßte er sich mit der permischen Eiszeit und mit Fragen der Diluvialgeologie. Seine nach der Expedition ins Salt-Range-Gebirge (nördliches Vorderindien, 1902) begonnene Monographie über dieses Gebiet blieb unvollendet.

  • Werke

    Die Vorwelt u. ihre Entwicklungsgesch., 1893;
    Leitfossilien, 1896;
    Paläontol. u. Descedenzlehre, 1902.

  • Literatur

    Neues Jb. f. Mineral. 2, 1912, S. I-V;
    BJ 17 (W);
    Pogg. IV;
    Wi. 1912;
    200 J. Mus. f. Naturkde. Berlin, H. ⅔ in: Math.-Naturwiss. R. d. Wiss. Zs. d. Humboldt-Univ. zu Berlin 19, 1970.

  • Autor/in

    Heinz Walter
  • Empfohlene Zitierweise

    Walter, Heinz, "Koken, Ernst" in: Neue Deutsche Biographie 12 (1979), S. 438 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116309229.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA