• Genealogie

    V Friedrich Altenkirch (1822–97), Sattlermeister;
    M Auguste (1834–1901), T des Sattlermeisters Müller;
    Gvv Johann Christoph Ludwig Altenkirch (1791–1863), Schuhmachermeister;
    Gmv Sophie Dorothea Helling (1795–1877);
    Gmm Dorothea Amalie Elisabeth Göritz (1811–46);
    Siebenlehn 25.7.1912 Johanna Anna Koch; kinderlos.

  • Leben

    A. lernte bei einem Berliner Dekorationsmaler und trat nach Jahren der Wanderschaft als Schüler von E. Bracht 1899 in die Berliner Kunstakademie ein. Als Brachts Assistent ging er mit diesem nach Dresden. Dort begann A.s Glanzzeit, als er 1909 Vorstand des Hoftheatersaals geworden war. An Stelle der trüben, historisierenden Kulissenmalerei wußte er den Stimmungsgehalt landschaftlicher und architektonischer Szenerien zu erfassen und auch der Gefühlswelt der Dichtung sichtbaren Ausdruck zu verleihen (Macbeth, Faust und Wagneropern). Studienreisen führten ihn nach Süddeutschland, in die Schweiz, nach Norwegen und Italien. 1917 gab A. seine Theaterstellung auf, erhielt den Titel Professor und lebte seitdem als freier Künstler.

  • Literatur

    A. Grafe, O. A., 1934;
    H. Schnorr, Dresden, 400 J. dt. Musikkultur, 1948, S. 259;
    ThB;
    Bénézit I, 1948.

  • Portraits

    Phot., in: Künstlerbuch 1911-12 d. kgl. sächs. Hofbühnen, S. 27.

  • Autor/in

    Walter Kunze
  • Empfohlene Zitierweise

    Kunze, Walter, "Altenkirch, Otto" in: Neue Deutsche Biographie 1 (1953), S. 215 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116293810.html#ndbcontent

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