• Genealogie

    V Heinrich Hermann (1828–1910), Tuchfabrikant in Leisnig, S des Christian Heinrich und der Amalie Caroline Thoma;
    M Joh. Josephine (1834–1918), T des Karl Friedrich Wilhelm Bernhardt und der Christiana Eleonore Eschke;
    Leipzig 1910 Anna Marie, T des Großkaufmanns Johann Georg Bernhardt;
    1 S, 1 T.

  • Leben

    Nach praktischer Ausbildung in Chemnitz, Berlin und der Schweiz studierte B. in Leipzig Pharmazie (Promotion 1897), war dann Assistent bei O. Wallach in Göttingen und bis 1937 Assistent, dann Abteilungsleiter am Physikalisch-chemischen Institut Leipzig unter W. Ostwald und M. Le Blanc. 1903 habilitierte er sich für analytische und physikalische Chemie in Leipzig, ging dann 1904-05 als Research-Associate an das Institute of Technology in Boston (USA), 1910 wurde er außerordentlicher Professor in Leipzig, 1922 ordentlicher Honorarprofessor. - Als Schüler Ostwalds sah B. seine Lebensaufgabe darin, der analytischen Chemie ihren empirischen Charakter zu nehmen und ihr durch Anwendung der neuen Erkenntnisse der physikalischen Chemie eine wissenschaftliche Grundlage zu schaffen, von der aus zuverlässige Arbeitsmethoden gewonnen werden können.

  • Werke

    Grundriß d. qualitativen Analyse v. Standpunkt d. Lehre v. d. Ionen, 1902, 71925;
    zahlr. Abhh. in verschiedenen ehem. Zss.;
    Hrsg. d. Slg. Die chem. Analyse, seit 1932.

  • Literatur

    E. Brennecke, in: Angewandte Chemie 62, 1950, Nr. 12, S. 279 f. (P);
    W. Poethke, In: Pharmazeut. Zentralhalle 89, 1950, S. 1-3;
    Pogg. IV bis VI (W).

  • Autor/in

    Georg Lockemann
  • Empfohlene Zitierweise

    Lockemann, Georg, "Böttger, Wilhelm" in: Neue Deutsche Biographie 2 (1955), S. 411 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116226404.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA