Lebensdaten
1852 bis 1901
Geburtsort
Frankfurt/Main
Sterbeort
Varzin
Beruf/Funktion
preußischer Beamter ; Gutsherr auf Varzin
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 116195649 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Bismarck, Wilhelm Otto Albrecht Graf von
  • Bismarck, Bill Otto Albrecht Graf
  • Bismarck, Wilhelm Graf von
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Zitierweise

Bismarck, Wilhelm Graf von, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116195649.html [21.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Otto s. (3);
    Kröchlendorff 1885 Sibylle (1864–1945), T des Oskar von Arnim (1813–1903), Gutsbesitzer und Landrat, und der Malwine von Bismarck (1827–1908, Vaterschwester);
    1 S, 3 T.

  • Leben

    1870/71 machte B. den „Todesritt“ der Gardedragoner bei Mars-la-Tour (16.8.) mit. Seit 1878 Assessor, war er 1879-81 als Hilfsarbeiter bei Edwin von Manteuffel, dem Statthalter des Reichslandes Elsaß-Lothringen, dessen Vertrauensmann gegenüber dem Kanzler; dann wurde er als Hilfsarbeiter der Reichskanzlei zugeteilt und 1884 zum Vortragenden Rat im preußischen Staatsministerium ernannt. Im Winter 1884/85 war er einer der Sekretäre der internationalen Kongo-Konferenz in Berlin. Zugleich 1878-81 freikonservativer Reichstagsabgeordneter und 1882-85 Mitglied des preußischen Abgeordnetenhauses, trat er parlamentarisch besonders in wirtschafts- und sozialpolitischen Fragen hervor. Als Landrat in Hanau (1885) und Regierungspräsident in Hannover (1889) gewann B. eine selbständigere Stellung gegenüber dem Vater als Herbert. Nach dem Sturz des Kanzlers blieb er im Gegensatz zu seinem Bruder auf seinem Posten. Seit 1895 war er Oberpräsident von Ostpreußen, wo er namentlich die agrarisch-konservative Richtung unterstützte und sich sehr für Eisenbahn- und Kanalbauten einsetzte. In bürokratischer Hinsicht war B. lässig, aber politisch klug und geschickt; im Schatten des Vaters ist doch auch er geblieben.

  • Literatur

    J. Penzier, Gf. W. B., 1902 (P);
    Bismarcks Briefe an seinen Sohn Wilh., hrsg. v. W. Windelband 1922;
    Johanna v. B., Briefe an ihren Sohn Wilh. u. ihre Schwägerin Malwine, hrsg. v. W. Windelband, 1924;
    H. Goldschmidt, Mitarbeiter Bismarcks im außenpolit. Kampf, in: Preuß. Jbb., Bd. 234/35. 1934;
    ders., Aus d. Papieren d. Gf. W. B., B. u. E. v. Manteuffel, in: Elsaß-Lothring. Jb. 15.1936, S. 133 ff.;
    H. Kohl, in: BJ VI, S. 261-64 (u. Totenliste 1901, L).

  • Portraits

    Mehrere Ölgem. u. Kreidezeichnungen v. F. v. Lenbach (Fam.-Besitz);
    s.a. Singer I, 1937, Nr. 3179-81.

  • Autor/in

    Heinrich Heffter
  • Empfohlene Zitierweise

    Heffter, Heinrich, "Bismarck, Wilhelm Graf von" in: Neue Deutsche Biographie 2 (1955), S. 277 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116195649.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA