Lebensdaten
1844 bis 1923
Geburtsort
Lübeck
Sterbeort
Bremen
Beruf/Funktion
Archivar
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 116188677 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Bippen, Wilhelm von
  • Bippen, W. von
  • Weiter, Gotthelf

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Zitierweise

Bippen, Wilhelm von, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116188677.html [20.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    Aus livländischer Familie;
    V Wilhelm (1808–65), Arzt und Schriftsteller, um die Weiterbildung der Verfassung von Lübeck nach 1848 verdient, S des Daniel (1767–1841), Kaufmann, dann Postmeister in Lübeck, und der Magdalena Elisabeth Rohlfien;
    M Emma (1814–1905), T des Georg Arnold Heise (1778–1851), Professor der Jurisprudenz in Göttingen, dann Oberappellationsgerichtspräsident in Lübeck, und der Elisabeth Isenbart;
    Graz 1880 Sofie, T des Siegmund von Ettingshausen, kaiserlich und königlicher Generalmajor, und der Franziska von Henriquez; 1 T.

  • Leben

    1875 wurde B. bremischer Staatsarchivar. In seinen Leistungen als bremischer Geschichtsschreiber wurde er von keinem vor ihm und nach ihm übertroffen. Als Schüler von G. Waitz beherrschte er souverän die Methode mittelalterlicher Textkritik, was ihn besonders geeignet machte zur Fortsetzung des von R. Ehmck begonnenen bremischen Urkundenbuchs. Der 2. Hälfte des 1. Bandes ließ er noch vier weitere starke Bände (bis 1433) folgen (1873 bis 1902). Sie bilden die Grundlage zum 1. Band der Geschichte der Stadt Bremen (1892), deren 2. und 3. Band (1904), zuletzt stilisierend, die Ereignisse bis 1870 darstellen, ganz politisch gerichtet, unter Zurückstellung der Kulturgeschichte, absolut zuverlässig. Zahlreiche kleinere Abhandlungen, meist im „Bremischen Jahrbuch“, begleiteten die große Arbeit. Die „Bremische Biographie des 19. Jahrhunderts“ (1912) ist in großen Teilen sein Werk. Politisch und kirchlich liberal, von vornehmer Gesinnung, verkörpert er den besten Typus des hanseatischen Bürgertums der Jahrzehnte von 1880 bis 1910.

  • Werke

    Weitere W Die Pfarr- u. Ordenskirchen Bremens, in: Brem. Denkmale, Bd. 3/2, 1876;
    Bürgermeister Smidt, ein hanseat. Staatsmann, 1921;
    s. a. Brem. Jb. 40, 1941.

  • Literatur

    F. Frensdorff, in: Nachrr. d. Ges. d. Wiss. zu Göttingen, Geschäftl. Mitt. 1923/24, S. 53-58;
    H. Entholt, in: Hans. Gesch.bll., 1924, S. I-VII (P);
    ders., in: Brem. Jb. 29, 1924;
    ders., in: DBJ V, S. 25-27 (u. Totenliste 1923, L). - Zu V Wilh. v. B.: ADB II.

  • Autor/in

    Hermann Entholt
  • Empfohlene Zitierweise

    Entholt, Hermann, "Bippen, Wilhelm von" in: Neue Deutsche Biographie 2 (1955), S. 251 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116188677.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA