Lebensdaten
1846 bis 1934
Geburtsort
Breslau
Sterbeort
Hannover
Beruf/Funktion
Mathematiker
Konfession
keine Angabe
Normdaten
GND: 116168897 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Kiepert, Ludwig

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Zitierweise

Kiepert, Ludwig, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116168897.html [20.07.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Ludwig (1811–47), Pastor in B., S d. Tuchmachers Samuel in Schwiebus u. d. Maria Elisabeth Krösing;
    M Wilhelmine Friederike (1814–86), T d. Pastors Joh. Friedrich Müller u. d. Susanne Elisabeth Stienauer; Groß-Ov 2. Grades Heinrich (s. 1);
    - 1875 Anna (1857–1941), T d. Obersten Ludwig Emil Betz (1828–95) u. d. Anna Maria Carol. Keller;
    1 S, 1 T, it. a. Max (1879–1963), Reg.präs., Ministerialrat.

  • Leben

    K. studierte Mathematik seit 1865 in Breslau und Berlin, hier vor allem bei K. Weierstraß, dessen Vorlesungen er bis 1871 hörte, sie zum Teil weiter ausarbeitete und als Manuskript verbreitete, auch an anderen Hochschulen (zum Beispiel in Göttingen); so liegt auch den „Vorlesungen über Anwendung der elliptischen Funktionen von K. Weierstraß“ (Gesammelte Werke VI, 1915) ein K.-Manuskript zugrunde. Nach seiner Promotion zum Dr. phil. (1870) bei Weierstraß mit der Schrift „De curvis quarum arcus integralibus ellipticis primi generis exprimuntur“ wurde K. auf dessen Empfehlung hin als Privatdozent nach Freiburg im Breisgau berufen (außerordentlicher Professor 1872). Nach einer Tätigkeit an der TH Darmstadt als ordentlicher Professor der Mathematik (1877) ging er 1879 als Professor für höhere Mathematik an die TH Hannover (Rektor 1901–04) und wirkte dort weiter nach der Emeritierung (1921). K. schrieb zahlreiche Arbeiten, vor allem zur Theorie und Anwendung der elliptischen Funktionen. Sein durch Lehrbücher bereits bekanntgewordener Name hat sich durch die nach ihm benannten Dreiecke, Hyperbeln und Parabeln bis in die Gegenwart hinein erhalten. Besonders verdient gemacht hat er sich jedoch um die Weckung des Interesses der Mathematiker für das Versicherungswesen und die seit seinem Vortrag auf der Wiener Mathematikertagung (1894) betriebene Einführung mathematischer Prinzipien in dieses Gebiet, die er aufgrund seiner namhaften Ämter ebenso zu fördern vermochte wie die industrielle Versicherungspraxis und die akademische Ausbildung der Ingenieure. K. war nebenamtlicher mathematischer Direktor (1893–1912) und mathematischer Sachberater (bis 1914) des Preußischen Beamtenversicherungsvereins in Hannover sowie Mitglied des Versicherungsbeirates beim kaiserlichen Aufsichtsamt für Privatversicherungen (1904–09); Mitbegründer 1882, Vorsitzender (1893–1923), Ehrenvorsitzender des Mathematik Vereins zu Hannover|

  • Auszeichnungen

    Mitgl. d. Ges. d. Wiss. Göttingen (1882) u. d. Dt. Mathematiker-Vereinigung (1891), Geh. Reg.rat (1899), Dr.-Ing. E. h. (Braunschweig 1916), Ehrenbürger d. TH Hannover, Ehrensenator (1. TH Darmstadt (1926).

  • Werke

    u. a. Grundzüge d. Differential- u. Integral-Rechnung. 2 Bde. = Forts, d. gleichnam. Leitfadens. I/II, v. M. Stegmann, Bd. I, 1887, als 5., Bd. II, 1885, als 4. Aufl., 1923-29 zweiteilige Bde. in 15. bzw. 14. Aufl.;
    Persönl. Erinnerungen an K. Weierstraß, in: Jber. d. dt. Math. Vereinigung: 35, 1926, |

  • Nachlaß

    Nachlaß: Univ.bibl. d. TU Hannover (hs. Vorlesungs-Mss.).

  • Literatur

    Catalogus Professorum TH Hannover 1831-1956, 1956, S. 6 (P): W, Lorey, in: Versicherungsarchiv 5, 1934;
    Rdsch. techn. Arbb. 14, Nr. 37, 5, 1934;
    Nachrr. v. d. Ges. d. Wiss. zu Göttingen, Jber. 1934/35;
    Pogg. IV-VII a.

  • Portraits

    in: P. Trommsdorf, Der Lehrkörper d. TH Hannover, 1956.

  • Autor/in

    Otto Volk
  • Empfohlene Zitierweise

    Volk, Otto, "Kiepert, Ludwig" in: Neue Deutsche Biographie 11 (1977), S. 594 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116168897.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA