• Genealogie

    V Karl August Wilhelm (1799–1862), Oberlehrer in Blankenburg, S des Buchhalters Karl Christian in Braunschweig und der Joh. Sophie Becker;
    M Karol. Wilhelmine Ferdinandine (1805–92), T des Schloßverwalters JohannHeinrich Karl Wildt in Braunschweig und der Dor. Sophie Luise Eckermann;
    Lehre 1871 Alwine Rudolphine Wilhelmine (1847–1919), T des Apotheker Friedrich August Werner und der Ida Rudolphine Georgine Salomon; 2T.

  • Leben

    B. studierte in Göttingen, Würzburg, Prag und Wien, wurde 1856 in Würzburg promoviert und war 1858-59 Hilfsarzt an der Privat-Irrenanstalt von F. A. Erlenmeyer in Bendorf bei Koblenz. Seit 1861 wirkte er als Arzt in Braunschweig, davon fünf Jahre als Hausarzt an der dortigen Irrenanstalt. 1881 führte er die erste Hilfsschule für Schwachbefähigte in Braunschweig ein, dabei von Erlenmeyer u. a. angefeindet, aber doch nachgeahmt. 1883 führte B. Sprachheilkurse für Stotterer und Stammler in den Volksschulen Braunschweigs ein; er war beeinflußt von Nic. Chervin, S. Schulthess, M. Rosenthal und besonders G. Coën.

  • Werke

    Üb. Störungen d. Sprache u. Schriftsprache, 1889;
    Üb. d. angeborenen u. früh erworbenen Schwachsinn, 2 T., 1899, 21904;
    ferner zahlr. Abhh. in Fachzss., u. a. Irresein b. Kindern, in: Corr.bl. d. Dt. Ges. f. Psychiatrie, 1863 u. 1864.

  • Literatur

    Pagel, 1901 (W);
    BLÄ I, 1929 (W);
    Erg.-Bd., 1935(W)

  • Autor/in

    Werner Leibbrand
  • Empfohlene Zitierweise

    Leibbrand, Werner, "Berkhan, Oswald" in: Neue Deutsche Biographie 2 (1955), S. 93 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116135158.html#ndbcontent

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