Lebensdaten
1833 bis 1917
Geburtsort
Hamburg
Sterbeort
Karlsruhe
Beruf/Funktion
Bauingenieur
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 116089768 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Baumeister, Reinhard

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Zitierweise

Baumeister, Reinhard, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116089768.html [12.12.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Hermann Baumeister (1806–77), 1848/49 Präsident der konstituierenden Versammlung Hamburgs, 1853 zeitweilig Präsident der hamburgischen Bürgerschaft, 1876 Präsident des Oberlandesgerichts;
    M Wilhelmine, T des Reinhard Woltmann, Wasserbaudirektor in Hamburg, und der Joh. Elisabeth Schuback;
    Gvv Siegfrid Reinhard Baumeister, aus Hildesheimer Ratsfamilie, Kaufmann in Hamburg;
    Gmv Julie Wilhelmine Rave aus hamburgischer Kaufmannsfamilie;
    Karlsruhe 15.8.1857 Anna (1834–94), T des Baurats Professor Friedrich Eisenlohr in Karlsruhe; 4 K, u. a. Hermann Baumeister, Maler.

  • Leben

    B. besuchte die Polytechnischen Schulen Hannover und Karlsruhe, wo er 1853 die badische Staatsprüfung für Ingenieure bestand. Mit 23 Jahren war er Assistent und Vertreter seines Lehrers Keller für Wasser- und Straßenbau am Polytechnikum. Im Dienst des badischen Staates widmete er sich dem Eisenbahnwesen, bis er 1862 als ordentlicher Professor an die Ingenieurschule des Polytechnikums berufen wurde. - Neben seiner Lehrtätigkeit arbeitete er u. a. an Entwurf und Bau der Murgtalbahn Rastatt-Weisenbach und eines Abschnittes der Renchtalbahn. B. erkannte und betonte den unlöslichen Zusammenhang der technischen, volkswirtschaftlichen, hygienischen und sozialen Probleme im Städtebau. Neben Camillo Sitte und Josef Stübben gehört er zu den großen Begründern des deutschen wissenschaftlichen Städtebaues. Er war Ehrendoktor verschiedener Hochschulen.

  • Werke

    Architekten. Formenlehre f. Ingenieure, 1866;
    Denkschr. üb. Reinigung u. Entwässerung d. Städte, 1874;
    Stadterweiterungen in techn., baupolizeil. u. wirtschaftl. Beziehung, 1876;

    Normale Bauordnung mit Erl., 1880;

    Die Kunstformen d. Brückenbaues, 1886;

    Moderne Stadterweiterung, 1887;
    Städt. Straßenwesen u. Städtereinigung, 1890;

    Die Abstufung v. Bauordnungen f. d. Stadtkern u. Vororte, 1892;

    Stadtbaupläne in alter u. neuer Zeit, 1902;

    Die Bauordnung u. Wohnungsfrage, 1910;
    Allg. Konstruktionslehre d. Ingenieurs, nach Vorträgen B.s ausgearb. v. E. v. Feldegg, 1878.

  • Literatur

    Wi. V, 1911;
    DBJ Überleitungsbd. II (Totenliste 1917/18, L).

  • Portraits

    TH Karlsruhe, Abb. in: Festschr. z. 125-Jahr-feier d. TH, 1950.

  • Autor/in

    Wilhelm Strickler
  • Empfohlene Zitierweise

    Strickler, Wilhelm, "Baumeister, Reinhard" in: Neue Deutsche Biographie 1 (1953), S. 656 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116089768.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA