Lebensdaten
1836 bis 1921
Geburtsort
Altenburg (Magyar Ovár, Komitat Wieselburg)
Sterbeort
Wien
Beruf/Funktion
Chemiker ; Chemiehistoriker ; Professor für chemische Technologie in Wien
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 116083867 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Bauer, Alexander Emil Anton
  • Bauer, Alexander
  • Bauer, Alexander Emil Anton
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Zitierweise

Bauer, Alexander, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116083867.html [14.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Alexander Josef Bauer, erzherzoglicher Oberbuchhalter;
    M Josefine von Wittmann-Denglár; mit einer Engländerin.

  • Leben

    B. studierte 1853-56 am Polytechnikum und an der Universität Wien Mathematik und Naturwissenschaften, wurde 1856 Assistent bei A. Schröther und ging 1859 nach Paris, wo er am Laboratorium der Ecole de médecine von C. A. Wurtz zu seinen Arbeiten über Amylenoxyd, dessen Derivate und Isomere angeregt wurde. 1877 entdeckte er mit J. Schuler die Synthese der Primelinsäure; später widmete er sich dem Studium der Chemie der Malerfarben. Seine experimentellen Forschungen mußte er 1888 wegen einer Augenschädigung aufgeben. - Nach achtjähriger Dozententätigkeit wurde B. 1869 zum ordentlichen Professor der Chemischen Technologie (seit 1876 der allgemeinen Chemie) am Polytechnikum in Wien ernannt, das dank seinen Bemühungen 1872 zur kaiserlich-königlichen Technischen Hochschule umgewandelt wurde. Als Mitglied des Gemeinderates von Wien (1871–73) hat er sich um die Verbesserung der Kanalisation besonders verdient gemacht.

    Durch Vorträge und Veröffentlichungen suchte B. das naturwissenschaftliche Gedankengut weiten Kreisen der Bevölkerung zu vermitteln. Schon seine Rektoratsrede 1883 befaßte sich mit Chemiegeschichte, in seinen späteren Lebensjahren widmete er sich dieser ganz. Auf Grund seiner „Chemie und Alchemie in Österreich“ sowie zahlreicher Monographien, die auf umfassender Quellenforschung beruhten, galt er als besonderer Kenner der historischen Entwicklung der Chemie. - B. war Mitglied der Akademien in Wien und Halle, sowie mehrerer in- und ausländischer naturwissenschaftlicher Gesellschaften, unter anderem der Society of Biological Chemistry in London.

  • Werke

    u. a. Lehrb. d. techn.-chem. Unterss., Wien 1864;
    Chemie u. Alchemie in Österr. bis z. Beginn d. 19. Jh.s, ebenda 1885;
    vollst. Verz. in: Mitt. z. Gesch. d. Medizin u. Naturwiss., Jg. 9, 1910, S. 6-11, u. in: Österr. Chemikerztg. 24, 1921, S. 99 bis 104 (P).

  • Literatur

    F. Strunz, A. B., in: Chemiker-Ztg. 1909, Nr. 73 u. 74;
    ders., in: Mitt. z. Gesch. d. Medizin u. Naturwiss. 9, 1910, S. 1-11;
    DBJ III (Totenliste 1921, L);
    Alm. d. Ak. d. Wiss. Wien 71, 1921, S. 180 bis 182;
    Pogg. III-VI.

  • Autor/in

    Kurt Haidinger
  • Empfohlene Zitierweise

    Haidinger, Kurt, "Bauer, Alexander" in: Neue Deutsche Biographie 1 (1953), S. 636 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116083867.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA