Lebensdaten
1850 bis 1935
Geburtsort
Westhofen bei Worms
Sterbeort
Frankfurt/Main
Beruf/Funktion
evangelischer Theologe
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 116043067 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Dechent, Hermann Georg Jakob Friedrich
  • Dechent, Hermann
  • Dechent, Hermann Georg Jakob Friedrich

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Zitierweise

Dechent, Hermann, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116043067.html [11.12.2018].

CC0

  • Genealogie

    Aus niederländisch-reformierter Flüchtlingsfamilie in Niedersaulheim b. Alzey;
    V Johannes (1789–1873), Pfarrer in Westhofen;
    M Maria (1817–1901), T des Dr. med. Gg. Kloß (1787–1854), Geschichtsschreiber der Freimaurer, Inkunabelsammler in Frankfurt/Main (s. ADB XVI);
    Frankfurt/Main 1878 Rosa Finger aus Frankfurter Kaufm.Fam.;
    1 S, 2 T.

  • Leben

    D. studierte nach zweimaligem erfolgreichen Abitur in Worms und Frankfurt/Main in Heidelberg und Göttingen, wurde 1872 ordiniert, war 1879-91 Stadtpfarrer an der Paulskirche, 1891-1924 (im Ruhestand) an der Weißfrauenkirche in Frankfurt/Main, Ober-Konsistorialrat, 1915 D. theol., 1918 Geheimer Konsistorialrat. Er war Anhänger der kritischen Theologie (sein Taufpate war der Heidelberger Theologe Paulus), nach seiner theologischen Denkart gehörte er zum freien Protestantismus, ein|„Brückenbauer zwischen den theologischen sachlichen und persönlichen Gegensätzen, aber von einer herzlichen, kindlichen Frömmigkeit“. Seine Arbeitsgebiete betrafen das Religions- und Kirchenwesen, die Kirchengeschichte, insbesondere der engeren und weiteren Heimat, besonders von Frankfurt/Main, und die Literaturwissenschaft (Goetheforschung). D. veröffentlichte eine fast unübersehbare Menge von kürzeren und längeren Artikeln, Aufsätzen, Broschüren und geistlichen Schriften.

  • Werke

    u. a. Das 1., 2. u. 11. Buch d. sibyllin. Weissagungen, 1872;
    Gesch.tabellen nach säkularist. Zusammenstellung, 1875;
    Gesch. d. v. Antwerpen nach Frankfurt a. M. verpflanzten niederl. Gemeinde Augsburger Konfession, 1885;
    Die sittl. Bedeutung d. Tierschutzes, 1892;
    Entwicklung d. kirchl. Lebens in Frankfurt a. M., 1892;
    Der Kampf gegen d. sittl. Schäden im Leben unseres Volkes, 1893;
    Goethes schöne Seele Sus. Kath. Klettenberg, ein Lb., 1896;
    Luthertage in Frankfurt a. M., Festspiel, 1899;
    Herder u. d. ästhet. Betrachtung d. Hlg. Schrift, 1904;
    Bis in d. Tod getreu, Festspiel, 1904;
    Was hab ich Dir Leids getan?, 1906;
    Die Religion im Leben d. Gegenwart (Predigten), 1910;
    Die KG von Frankfurt a. M. seit d. Ref. I, 1913, II, 1921;
    Wo bleibt der Idealismus?, 1915;
    Was mich d. Leben gelehrt (Sinnsprüche), 1927;
    Hrsg.: Maria Dechent, Aus d. Leben einer Pfarrfrau, 1889;
    Herder, Briefe d. Stud. d. Theol. betreffend (Brief 1-24), Auszug, 1905;
    Frankfurter Kirchenkal., seit 1888.

  • Literatur

    Christl. Freiheit, 1920 (Sondernr.);
    Didaskalia, 1921, Nr. 18;
    H. Marhold, H. D. als KG-Schreiber, in: Jb. d. Hess. Kirchengesch. Vereinigung II, 1950, 7 ff. (L). - Zu V Joh.: W. Hoffmann, in: Hess. Biogrr. II, 1927 (W);
    RGG.

  • Autor/in

    Georg Biundo
  • Empfohlene Zitierweise

    Biundo, Georg, "Dechent, Hermann" in: Neue Deutsche Biographie 3 (1957), S. 541 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116043067.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA