Lebensdaten
1856 bis 1935
Geburtsort
Kirchheim unter Teck
Sterbeort
Kempten
Beruf/Funktion
Konzert-Unternehmer
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 116032480 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Kaim, Franz

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Zitierweise

Kaim, Franz, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116032480.html [19.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Franz (1822–1901), Pianofortefabr. in Stuttgart, S d. Instrumentenmachers Franz Anton u. d. Karoline Christiane Rauch;
    M Karoline Pauline (1828–1900), T d. Nadlers Jakob Frdr. Krais in Schorndorf u. d. Jakobine Elisabeth Kath. Barth;
    B Heinrich (* 1855), Pianofortefabr. in Kirchheim u. Stuttgart;
    - 1) Beirut 1882 (⚮) Emilie Jacho-Ilg, 2) N. N. v. Schirndinghausen.

  • Leben

    In Stuttgart aufgewachsen, war K. als Philologiestudent nach München gekommen und von der geistigen und kulturellen Sphäre der Stadt derart angezogen worden, daß er hier seine Wahlheimat suchte. Seit 1891 veranstaltete er unter dem Titel „Kaimkonzerte“ Klavier- und Gesangsabende, die dem doppelten Zwecke dienten, für die Instrumente seines Vaters in München zu werben und zugleich aufstrebenden Solisten, vorab Pianisten und Sängern, ein Podium zu schaffen. Durch den Erfolg ermutigt, beschloß er, ein eigenes Orchester ins Leben zu rufen, das als „Münchener Philharmonisches Orchester“ im Oktober 1893 vor die Öffentlichkeit trat. Durch kluge Programmgestaltung, Abonnementskonzerte, Volkssymphoniekonzerte (seit 1898) und populäre Sonntagskonzerte sowie durch erfolgreiche Gastspielreisen errang dieses Orchester rasch Ansehen und Bedeutung, so daß der Wunsch nach einem eigenen Konzertsaal erwachte. Aus persönlicher Initiative ließ K. den „Kaimsaal“, bald Tonhalle genannt, erbauen, wo jetzt das nunmehrige Kaimorchester musizierte. Es gelang ihm, bedeutende Dirigenten wie Heinrich Zumpe, Ferdinand Löwe, Felix Weingartner, Georg Schneevoigt für sein Orchester zu gewinnen. 1908 kam es, da K.s Mittel erschöpft waren, zu einer Krise. Sie konnte durch die Gründung des „Konzertvereins München“ behoben werden, und der Fortbestand des Orchesters, das sich nunmehr „Konzertvereinsorchester“ nannte, wurde gesichert. K. wurde Ehrenmitglied des Konzertvereins, schied jedoch auf eigenen ausdrücklichen Wunsch aus der Leitung aus. Die Zeit des Konzertvereinsorchesters währte bis 1924, von da an übernahm die Stadt München dieses als „Münchner Philharmoniker“ in eigene Regie.|

  • Auszeichnungen

    Hofrat.

  • Literatur

    Werden u. Wirken d. Münchener Philharmoniker u. d. Konzertver. München E. V., Festschr. z. 40j. u. 25j. Jubiläum, 1933 (P);
    Die Münchner Philharmoniker 1893-1968, hrsg. v. A. Ott, 1968;
    Riemann.

  • Autor/in

    Wilhelm Zentner
  • Empfohlene Zitierweise

    Zentner, Wilhelm, "Kaim, Franz" in: Neue Deutsche Biographie 11 (1977), S. 32 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116032480.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA