Lebensdaten
1866 bis 1933
Geburtsort
Mainz
Sterbeort
München
Beruf/Funktion
Kunsthistoriker
Konfession
katholische Familie
Normdaten
GND: 115503765 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Halm, Philipp Maria Martin
  • Halm, Philipp Maria
  • Halm, Philipp Maria Martin
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Zitierweise

Halm, Philipp Maria, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd115503765.html [15.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    B Peter (s. 1);
    1896 Paula, T d. KR Hans Wotschack in Sulzbach (Oberpfalz) u. d. Elisabeth Fentsch;
    2 S, u. a. Peter (1900–66), Dir. d. Staatl. Graph. Slg. München 1948–65.

  • Leben

    Nach Anfängen als Kunstgewerbler wandte sich H. in München dem Studium der Kunstgeschichte, Archäologie und deutschen Literaturgeschichte zu. Von seinen Lehrern haben vor allem der Kulturhistoriker W. H. Riehl und dessen Sohn, der Kunsthistoriker B. Riehl, Einfluß auf ihn genommen. H.s Dissertation über „Die Künstlerfamilie der Asam“ (1894) war eine der ersten Arbeiten auf dem bis dahin kaum erschlossenen Gebiet der Kunst des bayerischen Rokoko. – Von 1893 an war H. dauernd in der staatlichen Kunstpflege Bayerns tätig, bis 1902 bei der Inventarisation der Kunstdenkmale, seit 1903 am Bayerischen|Nationalmuseum, dessen Direktion er 1916 übernahm und das ihm eine große Zahl wichtiger Erwerbungen verdankt. Mit der Ernennung zum Generaldirektor übernahm H. 1920 auch die organisatorische Leitung des Armeemuseums, des Theatermuseums und zeitweilig auch des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege. Sein lebhaftes Interesse am zeitgenössischen Kunsthandwerk führte 1925 auch zur Gründung der „Neuen Sammlung“ als einer selbständigen „Abteilung für Gewerbekunst“.

    H.s wissenschaftliche Arbeiten standen weitgehend im Zusammenhang mit seiner praktischen Tätigkeit. Seine Hauptarbeitsgebiete waren die Plastik und Malerei des späten Mittelalters und der beginnenden Renaissance in Altbayern, Schwaben, Tirol und Salzburg. Viele bis dahin wenig bekannte Künstlerpersönlichkeiten haben erst durch seine Forschungen deutlichere Gestalt gewonnen (zum Beispiel H. Beierlein, H. Haider, M. Kreniss, S. Rottaler, H. Valkenauer). Grundlegende Beiträge waren der spätgotischen Grabmalkunst gewidmet. Die Forschungen über Adolf und Hans Dauher führten zur Wiederherstellung der für die Anfänge der Renaissance in Deutschland bedeutsamen Fuggerkapelle bei Sankt Anna in Augsburg. Zu den bevorzugten Interessengebieten H.s gehörten weiterhin die mittelalterliche Ikonographie sowie Volkskunst und Volkskunde.

  • Werke

    Weitere W u. a. Zur Marian. Symbolik d. späten MA, in: Zs. f. christl. Kunst, 1904, Sp. 119 ff.;
    Zu Wolf Huber u. d. Kunst d. Donaustils, in: Die Christl. Kunst 5, 1908, S. 65 ff.;
    Stephan Rottaler, e. Bildhauer d. Frührenaissance, 1908;
    Altbayer. Totentanzdarst., in: Münchner Jb. d. bild. Kunst 4, 1909, S. 143 ff.;
    Ikonograph. Stud. zum Armen-Seelen-Kultus, ebd. 12, 1921/22, S. 1 ff.;
    Stud. z. Augsburger Bildnerei d. Frührenaissance, 1920;
    Adolf Daucher u. d. Fuggerkapelle b. St. Anna in Augsburg, 1921;
    Zur Wiederherstellung d. Fuggerkapelle b. St. Anna in Augsburg, in: Cicerone 14, 1922, S. 456;
    Die Bildwerke d. Bayer. Nat.mus., 1. Abt.: Die Bildwerke in Holz u. Stein v. 12. Jh. bis 1450, 1924 (mit G. Lill);
    Stud. z. süddt. Plastik - Altbayern u. Schwaben, Tirol u. Salzburg, 3 Bde., 1926 ff.;
    Erasmus Grasser, 1928;
    Das Hallesche Heiltum, 1931 (mit R. Berliner);
    Ma. Grabplastik in Altbayern, in: Westermanns Mhh. 17/18, 1933, S. 297 ff. - Hrsg.: B. Riehl, Bayerns Donautal, 1000 J. dt. Kunst, 1912.

  • Literatur

    Th. Müller, in: Museumskde. NF 3, 1931, S. 137 (P);
    H. Rupé, in: Zs. f. Bayer. Landesgesch. 6, 1933, S. 167;
    G. Lill, in: Zs. f. Denkmalpflege 8, 1933, S. 68;
    ders., in: Münchner Jb. d. bildenden Kunst NF 10, 1933, S. 6;
    J. M. Ritz, in: Bayer. Heimatschutz 29, 1934, S. 83;
    Rhdb. (P).

  • Portraits

    Plakette v. M. Heilmaier, 1918 (München, Staatl. Münzslg.);
    Büste v. B. Bleeker, ca. 1926 (ebd., Bayer. Nat.mus.).

  • Autor/in

    Peter Halm
  • Empfohlene Zitierweise

    Halm, Peter, "Halm, Philipp Maria" in: Neue Deutsche Biographie 7 (1966), S. 567 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd115503765.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA