Lebensdaten
1794 bis 1858
Geburtsort
Brünn
Sterbeort
Brünn
Beruf/Funktion
Arzt ; Schriftsteller
Konfession
jüdisch?
Normdaten
GND: 113667213 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Jeiteles, Alois
  • Geitler, Alois
  • Jeiteles, Aloys
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Zitierweise

Jeitteles, Alois, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd113667213.html [17.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Bezalel (Gottlieb) ( vor 1821), hebrä. Drucker in B., S d. Jonas (s. Einl.);
    Ur-Gvv Jonas, Dr. med., Judenarzt in Prag;
    Ov Isaac (1779–1852), Arzt, med. Schriftsteller;
    Vt Aaron (s. 1), Ignaz (s. 3);
    - N. N.;
    S Richard (1839–1909), Gen.dir. d. Kaiser-Ferdinand-Nordbahn in Wien.

  • Leben

    J. studierte in Prag und Brünn Philosophie, in Wien Medizin. 1819 wurde er Doktor der Medizin, 1821 ließ er sich in Brünn als Arzt nieder; von 1848 bis zu seinem Tode war er Schriftleiter der „Brünner Zeitung“. Als Schriftsteller war er zunächst Lyriker und schrieb u. a. für die Taschenbücher „Selam“ und „Aglaia“. 1818 gründete er zusammen mit seinem Vetter Ignaz Jeitteles die Wochenschrift für Israeliten „Siona“. Während eines längeren Aufenthaltes in Berlin befreundete er sich mit Tieck. Mit J. F. Castelli schrieb er 1818 eine Parodie auf die Schicksalstragödie: „Der Schicksalsstrumpf“. Mit Lustspielen war er, auch auf dem Burgtheater, sehr erfolgreich. Von seinen Gedichten wurden der Liederzyklus „An die ferne Geliebte“ (entstanden ca. 1816) von Beethoven (op. 98), andere von Giuliani vertont. J. stand auch mit Grillparzer in Verbindung. Zum Tode Beethovens schrieb er das Gedicht „Beethovens Begräbnis“. Im Revolutionsjahr 1848 wirkte er als Publizist. J. trat auch als Übersetzer hervor (Calderón, Moreto) und leistete hier einen bedeutenden Beitrag zur Literatur der Zeit, während seine Lyrik Bedeutung nur durch die Vertonungen erlangt hat.

  • Werke

    Weitere W Auge u. Ohr, Schauspiel, 1837;
    Der Liebe Wahn u. Wahrheit, 1842;
    Moderne Walpurgisnacht, 1848.

  • Literatur

    G. Schott, A. I. J., 1935;
    J. F. Castelli, Memoiren meines Lebens II, 1913, S. 277 f.;
    BLÄ;
    Goedeke VII, S. 28 f. (W);
    Kosch, Lit.-Lex.; s. a. L z. Einl.

  • Autor/in

    Heinz Rieder
  • Empfohlene Zitierweise

    Rieder, Heinz, "Jeitteles, Alois" in: Neue Deutsche Biographie 10 (1974), S. 388 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd113667213.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA