• Leben

    Waldschmidt: Johann Jakob W., Arzt, geboren am 13. Januar 1644 zu Rudelsheim in der Wetterau, studirte an mehreren deutschen Universitäten, u. a. auch in Prag. Wien und Gießen. Am letztgenannten Orte erlangte er 1667 mit der Inauguralabhandlung „De affectione hypochondriaca“ die Doctorwürde. Anfangs prakticirte er in Hanau, bis er 1674 einem Ruf als ordentlicher Professor der Medicin nach Marburg folgte, wo er zugleich den Lehrstuhl der Physik bekleidete und am 12. August 1687 starb. W. war ein gelehrter und philosophisch durchgebildeter Arzt bezw. Anhänger des Cartesius und Chemiatriker nach den Lehren des Sylvius. Außer zahlreichen Dissertationen, deren Verzeichniß die in der unten citirten Quelle angegebenen biographischen Werke geben, verfaßte W. als selbständige Schriften noch: „Institutiones medicinae rationalis“ (Marburg 1688; Leyden 1691; Frankfurt 1696, 1717); „Praxis medicinae rationalis succincte per casus tradita“ (Frankfurt 1690; Paris 1691). — Eine Gesammtausgabe der Schriften Waldschmidt's erschien unter dem Titel: „Opera medico-practica“ (Frankfurt 1695, 1707; Neapel 1717; Lyon 1736).

    • Literatur

      Vgl. Biogr. Lex. VI, 175.

  • Autor/in

    Pagel.
  • Empfohlene Zitierweise

    Pagel, Julius Leopold, "Waldschmidt, Johann Jakob" in: Allgemeine Deutsche Biographie 40 (1896), S. 721 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd104276894.html#adbcontent

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