Lebensdaten
1876 bis 1947
Geburtsort
Böblingen (Württemberg)
Sterbeort
Basel
Beruf/Funktion
Geodät ; Astronom
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 102010498 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Niethammer, Theodor Emil
  • Niethammer, Theodor
  • Niethammer, Theodor Emil
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Orte

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Zitierweise

Niethammer, Theodor, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd102010498.html [25.04.2019].

CC0

  • Genealogie

    V Christian Albrecht (1838–1919), Spezierer in Böblingen;
    M Dorothea Mayer (1843–1925) aus|Reudern (Württ.);
    7 Geschw;
    1926 Wilhelmine Im Obersteg; kinderlos.

  • Leben

    N. besuchte das humanistische Gymnasium in Basel und studierte an der dortigen Universität. 1904 promovierte er mit einer Dissertation „Relative Bestimmung der Schwerkraft im Nikolaital“. Ihr lagen Messungen zugrunde, die er seit 1899 für die Schweizerische Geodätische Kommission vorgenommen hatte. Bis 1918 maß er auf über 200 Stationen, verteilt auf die ganze Schweiz, die relative Schwere. Messungen in Potsdam, Karlsruhe und Straßburg sowie in den neuen Tunnels Simplon und Lötschberg schlossen sich an. Damit war die Grundlage für eine vollständige Schwerekarte der Schweizer Alpen, aber auch für weitere geodätische und geophysikalische Studien geschaffen. So konnte er einen neuen, besseren Wert für die Gesteinsdichte der Alpen bestimmen. 1918 wurde N. als Professor für Astronomie an die Univ. Basel berufen. Er befaßte sich nun vermehrt auch mit astronomischen Problemen. Neu und wichtig war die Einführung des mittleren Fehlers bei Genauigkeitsbetrachtungen. Den Abschluß dieser Arbeiten bildete sein Lehrbuch „Die genauen Methoden der astronomisch-geographischen Ortsbestimmung“ (1947). Bis zu seinem Tod gehörte N. der Schweizer. Geodät. Kommission an. Der Stadt Basel hinterließ er ein Andenken in Form der von erbauten astronomisch-meteorologischen Anstalt im St. Margrethenpark. N.s Vorlesungen waren trocken, seine Anforderungen an sich und andere hoch, persönliche Kontakte schwierig.

  • Werke

    Weitere W Methoden u. neuere Ergebnisse d. Schweremessungen, in: Fortschritte d. Naturwiss. Forschung 1, 1910, S. 141-76;
    Zur Theorie d. isostatischen Reduktion d. Schwerebeschleunigung, in: Verhh. d. Naturforschenden Ges. Basel 28, 1917, S. 206-35;
    Beziehungen zw. Meereshöhen, Nivellementshöhen u. Schwerewerten, ebd. 38, 1926, S. 201-12;
    Nivellement u. Schwere als Mittel z. Berechnung wahrer Meereshöhen, 1932;
    Zur Auswahl d. Sterne in d. Bestimmung d. Zeit u. d. Azimutes mit Hilfe von Meridiandurchgängen, in: Astronom. Nachrr. 252, 1934, S. 205-20;
    Das astronom. Nivellement im Meridian d. St. Gotthard, T. II: Die berechneten Geoiderhebungen u. d. Verlauf d. Geoidschnittes, 1939;
    Das Problem d. Bestimmung wahrer Meerershöhen u. seine schweizer. Lösung, in: Experientia 1, 1945, S. 146-53;
    Btrr. in: Gr. Schweizer Forscher, 1939, 21941.

  • Literatur

    J. O. Fleckenstein, in: Verhh. d. Naturforschenden Ges. Basel 59, 1948, S. 79-88 (W, P);
    M. Schürer, in: Verhh. d. Schweizer. Naturforschenden Ges. 127, 1947, S. 265-67;
    Pogg. VI-VII a.

  • Autor/in

    Peter Fülscher
  • Empfohlene Zitierweise

    Fülscher, Peter, "Niethammer, Theodor" in: Neue Deutsche Biographie 19 (1999), S. 247 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd102010498.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA