Lebensdaten
1858 bis 1920
Geburtsort
Eupen bei Aachen
Sterbeort
Berlin
Beruf/Funktion
Pathologe ; Anatom
Konfession
evangelische Familie
Normdaten
GND: 101785186 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Hansemann, David Paul von
  • Hansemann, David von
  • Hansemann, David Paul von
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Zitierweise

Hansemann, David von, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd101785186.html [17.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Gustav (preuß. Adel 1901, 1829-1902), Fabrikbes., Mitgl. d. Aufsichtsrats d. Diskontoges., Vf. physikal. u. wirtsch.wiss. Schrr. (s. Pogg. III, IV), S d. David (s. 2);
    M Mathilde Vorländer (1827–80);
    Ov Adolph (s. 1);
    Vt Ferdinand (s. 4);
    - Leipzig 1885 Elisabeth (1863–1935), T d. Wirkl. Geh. Oberpostrats Fritz Walter u. d. Therese Franckenstein;
    1 S.

  • Leben

    Ursprünglich für den Kaufmannsberuf bestimmt, studierte H. seit 1882 in Berlin, Kiel und Leipzig Medizin (1885 Staatsexamen, 1886 Promotion mit einer Dissertation unter der Anleitung von Cohnheim). H. wurde Assistent bei Virchow und habilitierte sich 1890 an der Berliner Universität für pathologische Anatomie. 1895 wurde er Prosektor am Städtischen Krankenhaus am Friedrichshain in Berlin, seit 1906 bekleidete er die gleiche Stellung am Rudolf-Virchow-Krankenhaus. 3 Berufungen als Ordinarius für pathologische Anatomie an andere Universitäten lehnte er ab, da er nicht auf das große Material, das ihm in den städtischen Krankenanstalten Berlins zur Verfügung stand, verzichten wollte. 1897 wurde er Titularprofessor und 1912 ordentlicher Honorarprofessor. Am 1. Weltkrieg nahm er zunächst als|Chefarzt eines Reservelazarettes, später als Armeepathologe teil. – Seine wissenschaftlichen Untersuchungen galten den verschiedensten Gebieten der pathologischen Anatomie und der vergleichenden Pathologie. Besonders hervorzuheben sind seine Arbeiten zum Krebsproblem, in denen er die Anschauung vertrat, daß die Konstitution und akzidentielle Präposition eine wichtige Rolle spielen. Mit Entschiedenheit trat er der in seiner Zeit dominierenden Bakteriologie entgegen. Scharf wandte er sich gegen die kritiklose Anwendung des Tuberkulins in der Tuberkulosetherapie. Aktiv beteiligte er sich an der ärztlichen Fortbildung. Seine Präparatensammlung war allgemein bekannt.|

  • Auszeichnungen

    GMR (1914).

  • Werke

    Stud. üb. d. Spezifität, d. Altruismus u. d. Anaplasie d. Zellen, 1893;
    Die mikroskop. Diagnose d. bösartigen Geschwülste, 1897, 21902;
    Der Aberglaube in d. Med. u. s. Gefahr f. Gesundheit u. Leben, 1905;
    Descendenz u. Pathol., 1909;
    Atlas d. bösartigen Geschwülste, 1910;
    Das konditionale Denken in d. Med. u. s. Bedeutung f. d. Praxis, 1912.

  • Literatur

    C. Benda, in: Dt. Med. Wschr. 46, 1920, S. 1088;
    C. Hart, in: Med. Klinik 16, 1920, S. 967 f.;
    ders., in: Berliner Klin. Wschr. 57, 1920, S. 891 f.;
    ders., in: Zs. f. ärztl. Fortbildung 17, 1920, S. 542 f.;
    ders., in: Zbl. f. allg. Pathol. 31, 1920/21, S. 113 f.;
    B. Ostertag, in: Verhh. d. dt. Ges. f. Pathol., 29. Tagung 1936, 1937, S. 370 f. (W-Verz.);
    Fischer.

  • Portraits

    Gem. (in Fam.bes.).

  • Autor/in

    Manfred Stürzbecher
  • Empfohlene Zitierweise

    Stürzbecher, Manfred, "Hansemann, David von" in: Neue Deutsche Biographie 7 (1966), S. 629 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd101785186.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA