Lebensdaten
erwähnt 1292 oder 1312
Beruf/Funktion
Minnesänger
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 10124486X | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Luppin, Christian von
  • Luppin, Kerstan von
  • Luppin, Kristan von
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Quellen(nachweise)

Orte

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Zitierweise

Lupin, Christian von, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd10124486X.html [13.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    Aus e. kaum bedeutenden, zw. 1229 u. 1342 nachgewiesenen Geschl. v. Ministerialen u. Burgmannen d. Grafen v. Beichlingen, ansässig auf d. Rotenburg b. Kelbra in d. Goldenen Aue (zw. Kyffhäuser u. Harz). - V Heinrich (? od. Friedrich?);
    M N. N., Schw d. Gozmar, Gf. v. Kirchberg.

  • Leben

    Urkundlich bezeugt ist L. zwischen 1292 und 1312; 1311 erscheint er als Marschalk des Mgf. Heinrich von Brandenburg und Landsberg. Die Manessische Liederhandschrift versieht den Namen L.s mit dem Zusatz ein Dúring. Dies sowie seine Stellung in der Handschrift inmitten anderer Thüringer Dichter und schließlich sprachliche Merkmale seiner Lieder machen die Identität des Minnesängers mit dem historisch bezeugten L. wahrscheinlich. Überliefert sind von L. 7 (mit einer Ausnahme dreistrophige) Minnelieder (f. 226v-227v), die in Stil und Motivik Anklänge an Heinrich v. Morungen aufweisen, in ihrem exaltierten Suchen nach kühnen Hyperbeln aber deutlich die Spätzeit des Minnesangs verraten. Virtuos in der Form, sind sie inhaltlich von recht geringer Variationsbreite (immer wieder z. B. werden der rote Mund der verehrten Dame und ihre weichen Hände gepriesen).

  • Werke

    Ausg. u. Kommentar: C. v. Kraus, Dt. Liederdichter d. 13. Jh., I Text, II Kommentar, besorgt v. H. Kuhn, 21978, durchgesehen v. G. Kornrumpf, Nr. 31 (L).

  • Literatur

    ADB 19;
    F. Grimme, Der Minnesinger Kristân v. Lupîn u. sein Verhältnis z. Heinrich v. Morungen, Diss. Münster 1885;
    ders., Btrr. z. Gesch. d. Minnesänger, T. 2, in: Germania 32, 1887, S. 421;
    A. Nebe, Drei thür. Minnesänger, Ch. L., Heinrich Hetzbolt v. Weißensee u. Heinrich v. Kolmas, in: Zs. d. Harz-Ver. f. Gesch. u. Altertumskde. 19, 1886, S. 173-99;
    H. Jung, Btrr. z. Gesch. d. nord- u. mitteldt. Minnegesangs bes. in Thüringen, Diss. Göttingen 1891;
    J. Bumke, Ministerialität u. Ritterdichtung, 1976 (L);
    Vf.-Lex. d. MA.

  • Portraits

    v. sog. Maler d. 1. Nachtrags, Anf. 14. Jh., in: Gr. Heidelberger Liederhs., Abb. in: Faks.-Ausgg. d. HS., 1925-29 u. 1975-79.

  • Autor/in

    Manfred Günter Scholz
  • Empfohlene Zitierweise

    Scholz, Manfred Günter, "Lupin, Christian von" in: Neue Deutsche Biographie 15 (1987), S. 523 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd10124486X.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA

  • Leben

    Lupin: Christian v. L., Minnesänger. Die Ueberlieferung, daß der Dichter ein Thüringer sei, wird durch seine Sprache bestätigt. Seine meist dreistrophigen Lieder zeigen die Kunst des Minnesangs in ihrer Reife; sie sind anmuthig und gewandt. Man vermuthet, daß er der Christian von Lupin ist, der 1305 in einer Urkunde des Grafen von Weichlingen zeugt. MfH. 4, 315. MF3. 371 Anm.

  • Autor/in

    W. Wilmanns.
  • Empfohlene Zitierweise

    Wilmanns, Wilhelm, "Lupin, Christian von" in: Allgemeine Deutsche Biographie 19 (1884), S. 646 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd10124486X.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA