Lebensdaten
um 1720 bis 1769
Geburtsort
Rittergut Krebs bei Pirna
Beruf/Funktion
sächsischer Berghauptmann
Konfession
lutherisch
Normdaten
GND: 100541348 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Oppel, Friedrich Wilhelm von

Quellen(nachweise)

Verknüpfungen

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Zitierweise

Oppel, Friedrich Wilhelm von, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd100541348.html [10.12.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Bernhard Wilhelm (1669–1738), auf K., sachsen-merseburg. Rat, kurpfälz. Kammerherr, S d. Georg Friedrich (1644–1705) auf Lomnitz u. Dittmannsdorf, braunschweig.-lüneburg. Hofmstr. zu Celle, später preuß. Kammerherr zu Halle, u. d. Esther de Mathelan (1639–88);
    M Justine Christiane v. Heynitz (1688–1766), wohl T d. Friedrich Christian v. Heynitz (1664–1724), auf Dröschkau u. Miltitz, kfl. sächs. Oberhofmstr. (s. NDB IX*), u. d. Johanne Sibylle v. Luckowin;
    Staucha 1764 Juliana Sophia v. Hartitzsch (1734–1813);
    3 S, u. a. Julius Wilhelm (1765–1832) auf Wellerswalde, sachsen-coburg.-goth. GR u. Min., Kammerpräs. (s. ADB 24; Sächs. Lb. II), Carl Wilhelm (1767–1833), auf K. u. Wellerswalde, Bergrat u. Obersteuerdir.

  • Leben

    O. wandte sich nach kurzem Studium der Rechte dem Bergbau und Hüttenwesen zu und trat 1743 als Assessor in das Oberbergamt Freiberg ein. Seit 1763 Direktor dieses Amtes, bemühte er sich nach dem Siebenjährigen Krieg um die Förderung des sächs. Bergbaus. Der Leiter des Kammer- und Bergkollegiums in Dresden, Friedrich Anton v. Heynitz (1725–1802) erkannte O.s hohe fachwissenschaftliche und organisatorische Qualifikation. Heynitz als Generalbergkommissar und O. als Oberberghauptmann gründeten 1765/66 die Bergakademie Freiberg. O. übernahm neben seiner bisherigen Tätigkeit die Leitung dieser ersten montanwissenschaftlichen Hochschule der Welt und bemühte sich um deren materielle Ausstattung. In seinem Haus richtete er einen Hörsaal, eine Mineraliensammlung und einen Bibliotheksraum ein. Seine eigene umfangreiche Sammlung fachwissenschaftlicher Literatur überließ er der Hochschule zu günstigen Konditionen. Für den Lehrbetrieb überarbeitete er ein 1740 entstandenes Manuskript „Bericht vom Bergbau“ des Edelsteininspektors Gottlieb Kern. Über dieser Arbeit verstarb er unerwartet im Alter von 48 Jahren; das Buch erschien postum in Freiberg 1769. Herausragende Bedeutung unter den wissenschaftlichen Werken O.s hat seine „Anleitung zur Markscheidekunst“ (1749). Sie war das für die damalige Zeit modernste Lehrbuch für unterirdische Geodäsie, da sie von der bis dahin üblichen beschreibenden Darstellung der Vermessungsaufgaben unter Tage zu deren mathematischer Behandlung überging.

  • Werke

    Weitere W Analysis Triangulorum, 1746;
    Die Abtheilung d. Gehölze in jährl. Gehaue, 1760.

  • Literatur

    Freiberger gemeinnützige Nachrr. Nr. 18, 1817, S. 285-89;
    H. Baumgärtel, in: Bergak. 15, 1963, H. 6, S. 499 f. (P);
    U. Leidenforst, in: Nachrr.bl. d. Verbands d. Sächs. Adels 10, Nr. 19, 1982, S. 10-13 (P);
    W. Serlo, Männer d. Bergbaus, 1937, S. 111;
    Meusel.

  • Portraits

    Ölgem., anonym (TU Bergak. Freiberg).

  • Autor/in

    Josef Matzerath
  • Empfohlene Zitierweise

    Matzerath, Josef, "Oppel, Friedrich Wilhelm von" in: Neue Deutsche Biographie 19 (1999), S. 557 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd100541348.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA