Lebensdaten
1772 bis 1843
Geburtsort
Stuttgart
Sterbeort
Stuttgart
Beruf/Funktion
evangelischer Theologe
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 100472958 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Flatt, Karl Christian von
  • Flath, Carl Christian
  • Flatt, C. C.
  • mehr

Objekt/Werk(nachweise)

Verknüpfungen

Von der Person ausgehende Verknüpfungen

Verknüpfungen auf die Person andernorts

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Zitierweise

Flatt, Karl Christian von, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd100472958.html [21.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    B Joh. Frdr. (s. 1);
    1) Bernhausen b. Eßlingen 1818 Christiane (1786–1822), Wwe d. Oberjustizprokurators Ludw. Beuerlin, T d. Konsistorial-Sekretärs Frdr. Wolfg. Hauff, 2) Stuttgart 1825 Marie Elise, Wwe d. Diakonus Chrstn. Frdr. Jäger, T d. Stadtpfarrers Gg. Ernst Göz in St.;
    2 K (früh †).

  • Leben

    F. studierte in Tübingen Philosophie bei seinem Bruder Johann Friedrich, Theologie bei G. Ch. Storr. Ergebnis seines Studiums der Kantischen Philosophie sind seine „Philosophisch-exegetischen Untersuchungen über die Lehre von der Versöhnung des Menschen mit Gott“ (2 Teile, 1797), die dem Rationalismus nahestehen und eine Harmonisierung der neutestamentlichen und kantischen Versöhnungslehre versuchen. Als Professor der Theologie in Tübingen seit 1804 wurde F. theologisch-konservativer Anhänger der supranaturalistischen Theologie der älteren Tübinger Schule Storrs und las hauptsächlich über Exegese, Dogmatik, Moral und Kirchenrecht, auch über jüdische Geschichte und Archäologie. 1812 wurde F. als Stiftsprediger und Oberkonsistorialrat nach Stuttgart berufen, 1829 Direktor des Oberstudienrats, später Prälat und Generalsuperintendent von Ulm. F. wurde als akademischer Lehrer, Prediger und kirchlicher Administrator geschätzt; neben seine theologisch-philosophischen und -exegetischen Untersuchungen treten später praktisch-erbauliche Schriften. Als Direktor des Oberstudienrats bekämpfte F. die Theologie F. Ch. Baurs und D. F. Strauß' und förderte die Sache der Äußeren Mission und der Württembergischen Bibelgesellschaft. F., eine mehr rezeptiv als schöpferisch veranlagte Persönlichkeit, war trotz seiner einflußreichen Wirksamkeit weniger bedeutend als sein Bruder Johann Friedrich, doch „eine jedem unvergeßliche Erscheinung, ein Mann, der mit aller Entschiedenheit seines supranaturalistischen Standpunktes echt wissenschaftlichen Geist und ebensoviel praktische Klugheit mit durch und durch humanem Sinn verband“ (C. von Weizsäcker).

  • Werke

    W Verz. s. NND 21, 1845, S. 989 ff.;
    Überss. u. a.: G. Ch. Storr, Lehrbuch d. christl. Dogmatik (mit Erll, u. Zusätzen), 1803, 21813 (aus d. Latein.).

  • Literatur

    A. Ritschl, Die christl. Lehre v. d. Rechtfertigung u. Versöhnung I, 21889, S. 471 ff.

  • Literatur

    L z. Gesamtartikel: ADB VII;
    H. Döring, Die gel. Theologen Dtld.s im 18. u. 19. Jh. I, 1831, S. 408 ff.;
    F. Ch. Baur, in: K. Klüpfel, Gesch. u. Beschreibung d. Univ. Tübingen, 1849, S. 231 ff., 239 f.;
    W. Gaß, Gesch. d. prot. Dogmatik IV, 1867, S. 158 ff., 450, 503 ff.;
    G. Frank, Gesch. d. prot. Theol. III, 1875, S. 386 f.;
    C. Weizsäcker, Lehrer|u. Unterricht an d. ev.-theol. Fak. d. Univ. Tübingen, in: Btrr. z. Gesch. d. Univ. Tübingen, 1877, S. 128 ff.;
    J. Hartmann u. Ch. Kolb, in: Württ. KG, hrsg. v. Calwer Verlagsver., 1893, S. 567 ff.;
    Ch. Kolb, Die Aufklärung in d. Württ. Kirche, 1908, S. 62, 71 ff.;
    P. Tillich, Der Begriff d. Übernatürlichen …, dargest. an d. supranaturalist. Theol. vor Schleiermacher, theol. Diss. Halle 1916, Teildruck 1915;
    K. Aner, Die Theol. d. Lessingzeit, 1929 (s. Reg.);
    H. Hermelink, Gesch. d. ev. Kirche in Württemberg, 1949, S. 305 ff.;
    ders., Das Christentum in d. Menschheitsgesch. I, 1950, S. 220 f.;
    K. Vorländer, in: I. Kant, Die Rel. innerhalb d. Grenzen d. bloßen Vernunft, 51950, Vorrede S. LV;
    Hirsch IV, S. 99, V, S. 72 ff.;
    PRE (W, L);
    RGG.

  • Autor/in

    Eberhard H. Pältz
  • Empfohlene Zitierweise

    Pältz, Eberhard H., "Flatt, Karl Christian von" in: Neue Deutsche Biographie 5 (1961), S. 224-225 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd100472958.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA